Essbare Stadt – macht Spaß, tut gut, schmeckt gut

Wer vor der Polizeistation in Todmorden einen tiefen Griff ins Beet wagt, um sich mit Zwiebeln, Erbsen oder Möhren zu bedienen, erntet zusätzlich noch ein freundliches Grinsen. Denn in der kleinen nordenglischen Stadt gilt das Motto „incredible edible“ – unglaublich essbar. Und die Polizeistation ist mittlerweile Touristenattraktion.

Alles begann im Jahr 2008 mit einem kleinen Gemüsegarten am Bahnhof und dem Schild „Bedient Euch“. Das Konzept entwickelten Pam Warhust und Ihre Freundin Mary Clear am Küchentisch. „Wir haben nur versucht, eine einfache Frage zu beantworten: Können wir eine gemeinsame Sprache finden, die über Alter, Einkommen und Kultur hinweg verstanden wird und die den Leuten hilft, einen neuen Lebensweg einzuschlagen, den Ort an dem sie leben anders zu sehen und anders über die Ressourcen nachzudenken, die sie verbrauchen und anders miteinander umzugehen?“ Die Antwort auf diese Frage war „Essen“, wir nennen es „Propaganda Gärtnern“, sagt Pam Warhust. „Wir haben niemand um Erlaubnis gefragt und wir lassen uns auch nicht einschüchtern von dem Argument, dass kleine Taten wirkungslos sind angesichts der Katastrophen von morgen. Wir tun es einfach“.

Die Resonanz war riesig. Heute wachsen in der ganzen Stadt Obst, Gemüse und Kräuter für alle. Pflücken und Ernten ausdrücklich erlaubt Es gibt essbare Wandelpfade, alle Schulen machen mit, die Behörden, die Feuerwehr, Altenheime, Landwirte und natürlich auch die Tourismusindustrie.

Gärtnernd die Stadt verändern, den ökologischen Fußabdruck verringern, wieder mehr Verbindung zur Stadt, zur Natur und den Menschen gewinnen, die ökologische Vielfalt und eine lebendige Stadtlandschaft fördern, das wird für viele Menschen immer wichtiger. „Die Zeit ist reif, die Leute wollen etwas tun, sie wollen an guten Taten teilhaben und sie wissen genau, dass es an der Zeit ist, Verantwortung zu übernehmen und einander freundlich zu begegnen….“, sagt Pam Warhust. So wurde aus dem englischen Konzept von „incredible edible“ das Motto „Unvergessbar Essbar“ im hessischen Universitätsstädtchen Witzenhausen. Hier hat die Transition Town Initiative den Grundstein gelegt und Mitstreiter gefunden, um einen essbaren Wandelpfad durch die Stadt zu gestalten, in Kürze findet dort die Essbare Städte Konferenz statt.

Burggraben-Gesa Maschkowski

Auch die „Essbare Stadt Andernach“, macht mittlerweile national und international Schlagzeilen. „Wenn ich geahnt hätte, was wir hier lostreten, dann hätte ich mir das vielleicht noch einmal überlegt“, meint Lutz Kosack, Geoökologe bei der Stadtverwaltung und einer der Initiatoren des Projektes. In Andernach war es eine Initiative von Verwaltung, Politik und Wirtschaft, die den Stein ins Rollen gebracht hat. Im Jahr 2010 wurde erstmalig an der alten Mauer im Burggraben Gemüse zum Selbsternten gepflanzt, in diesem Fall über 100 verschiedene Tomatensorten. Heute kann man futternd und Blumen pflückend durch die Stadt wandeln oder sich etwas außerhalb am größten Permakulturgarten in öffentlicher Hand erfreuen. Am meisten Spaß macht Kosack aber nicht das Gemüse in der Stadt, sondern die Menschen, die sich daran freuen.

Städte wieder „essbar“ machen hat jedoch nicht nur etwas mit Biodiversität zu tun oder einem neuen Modetrend. Es gibt zunehmend mehr Städte die schlichtweg die lokale Nahrungsversorgung verbessern wollen, um die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und globalen Warenströmen zu verringern. „Städte wie London  können die Lebensmittelversorgung nur 3 Tage aufrechterhalten, sollten sie einmal von der Zufuhr abgeschnitten werden“, sagte Marie Dubbeling, Direktorin der RUAFF Foundation auf der Konferenz Resilient Cities, die gerade in Bonn statt fand. Städtische Nahrungserzeugung kann helfen Krisen zu überstehen, Ausgaben zu reduzieren, Ressourcen zu sparen und einen Beitrag leisten zur Anpassung an den Klimawandel, meinte Dubbeling.  Die niederländische Stadt Almere beispielsweise strebt an ihre 350.000 Einwohner zu 20 % mit lokalen Lebensmitteln zu versorgen. Ähnliche Programme gibt es in  vier weiteren Städten, darunter auch Rotterdam.

In Bonn gibt es von städtischer Seite noch keine vergleichbaren Aktivitäten, aber offensichtlich Interesse. So wurde Lutz Kosack bereits von der Bonner grünen Stadtratsfraktion eingeladen, um über seine Erfahrungen zu berichten, einige städtische Mitarbeiter nutzen die Konferenz „Essbare Stadt Andernach“, um sich ein Bild von dem Treiben im Nachbarstädtchen zu verschaffen.

Spielstadt-Gesa MaschkowskiGleichzeitig gibt es eine lebendige Urban Gardeningszene. Allen voran mit längster Tradition natürlich die Kleingartenvereine, die es an den Bahngleisen und manchem grünen Fleck leuchten und blühen lassen und viele liebevoll gepflegte Privatgärten, wie zum Beispiel der Ornamentale Gemüsegarten Hersel. Dann die Internationalen Gärten, auf dem Gelände der ehemaligen Bonner Stadtgärtnerei, koordiniert vom Wissenschaftsladen Bonn, der auch die verwunschene Spielstadt am Messdorfer Feld wiederbelebt hat und gemeinsam mit der Brotfabrik die kultur- und kinderfreundliche Veranstaltungsserie „Kunst ohne Strom“ gestartet hat.

Doch nicht jeder hat ein Stückchen Land zu Verfügung, das Glück eine Parzelle im Kleingärtnerverein zu ergattern oder möchte alleine in der Erde herum graben, so entstehen auch in Bonn immer mehr Gemeinschaftsgärten. Zu den Pionieren gehören die Young Organics auf dem Messdorfer Feld, und der Bonn-im-Wandel Gemeinschaftsgarten in Vilich-Müldorf. Auch der Garten in Burg Lede am Ortsrand von Vilich wurde von einer Gruppe gartenbegeisterte Menschen wiederbelebt. In diesem Frühjahr ist auf einem stillgelegten Spielplatz in der Maxstraße nach dem Modell der Berliner Prinzessinnengärten der erste Gemeinschaftsgarten in der Bonner Altstadt entstanden, der Veedelsgarten. Auch im Mackeviertel haben die Bewohner ein Fleckchen Erde vor der Bebauung gerettet um es gemeinschaftlich zu bepflanzen. Die Bonner Urban Gardening Webseite Greenact hat noch mehr Projektideen, z.b. einen  interkulturellen Garten auf dem Dach des Kult 41,

Kein Urban Gardening Projekt, aber echte städtische Landwirtschaft ist auch das Projekt Solidarische Landwirtschaft auf Gut Ostler, das die Bonn im Wandel-Gruppe Nachhaltige Lebensmittelversorgung gestartet hat, Über 80 Bonner Bürger sorgen seit diesem April dafür, dass hier wieder mehr Gemüse angebaut wird. Auch die Selbsterntegärten sind ein Modell der städtischen Nahrungsversorgung, nach dem Motto „der Bauer sät und die Verbraucher jäten und ernten“. Die Vernetzung zwischen regionaler Lebensmittelerzeugung und Schulverpflegung wiederum steht auf der Agenda der Arbeitsgruppe „Zukunftsgärten“, die auch hier auf der Website zu finden ist. Viel Potential also für eine Essbare Stadt Bonn.

Links und Veranstaltungstipps

Im Juni 2013 finden gleich mehrere Konferenzen zum Thema Essbare Stadt statt:

Quelle: Gesa Maschkowski, www.aid.de,
ergänzt von Gesa Maschkowski, Bonn im Wandel 🙂

 

 

27.05. Info-Stammtisch für Transition Interessierte

Wer etwas über unsere Transition Initiative in Bonn wissen möchte, mitmachen oder selbst ein Projekt starten, ist herzlich eingeladen zu unserem Infostammtisch im schönen Cafe Karl, denn dort erfährt man life und in Farbe deutlich mehr als auf dieser Website.

Wir treffen uns am Montag, den 27.5. ab 20:00 Uhr. Es werden Mitglieder aus der Kern-Gruppe da sein und auch aus den Themengruppen, um Fragen zu beantworten, Ideen weiterzuspinnen und neue nette Leute aus Bonn kennen zu lernen.

Der Info-Stammtisch findet alle zwei Monate am 4. Montag im Monat statt, also das nächste Mal am 22. Julii.

Wir freuen uns auf Euch!

Das Cafe Karl befindet sich in der Vorgebirgsstraße, Ecke Kaiser-Karl Ring, ganz in der Nähe vom August-Macke Haus.

http://www.cafekarl.de/

Geburtsstunde der SoLaWi in Bonn: Impressionen vom Gipfeltreffen 2.0

Am 6. April ungefähr um 14:00 Uhr war es soweit. Zum ersten Mal haben sich fast alle Mitglieder der frisch gegründeten solidarischen Landwirtschaft auf Gut Ostler getroffen, zur Vollversammlung, gewissermaßen. Plötzlich waren sie da: Junge und Alte, Singles, Kinder, Eltern,.. mindestens 100 Menschen haben sich auf dem Hof getroffen. Sie kamen aus unterschiedlichen Richtungen, Zusammenhängen und Beweggründungen und haben sich zusammengetan, damit ein großes Gemeinschaftsprojekt Wirklichkeit wird. Der Traum von einer Lebensmittelerzeugung, in der die Landwirtschaft und die Menschen, die diese Arbeit tun, wieder wertgeschätzt werden. Eine Lebensmittelerzeugung, die uns ein Stück unabhängiger macht von globalen Märkten, hochverarbeiteten und verpackten Produkten und langen Transportwegen. Ich war überwältigt von den vielen Menschen, ihrem Engagement, ihrer Freude, hätte am liebsten gleich mit jeder und jedem geredet: „Warum machst du mit? Was sind deine Hoffnungen?“ Zum Glück war Andi Rüther mit seiner Kamera dabei und hat ein paar Stimmen eingefangen (Klick aufs Bild):

SoLaWi- in einem Wort?

SoLaWi in einem WortDie Mitglieder beteiligen sich jetzt für ein Jahr mit einem individuellen monatlichen Beitrag an den Betriebskosten des Hofes. So kann der Hof Arbeitskräfte beschäftigen, Anschaffungen machen und die Gemüseproduktion wieder ausweiten. Sie packen auch mal mit an, wenn Hilfe gebraucht wird. Bei den ersten Arbeitseinsätzen letzte Woche haben über 20 Menschen mitgemacht. So waren in Windeseile Gewächshäuser ab- und wieder aufgebaut, Kompost verteilt und Pflanzen gesetzt. Auch die Verteilung der Ernte organisieren die SoLaWisten gemeinsam.

 Startschwierigkeiten durch Kälte

Foto: Andi Rüther
Foto: Andi Rüther

Der kalte März und April macht allerdings nicht nur den Spargelbauern Sorgen, auch die ersten Lieferungen der SoLawi werden wegen Kälte schlichtweg ausfallen. So gab es zum Start der SoLaWi-Saison für alle erst einmal ein großes Paket Weizen, Salat und Wurst aus der „Vor-SoLaWi-Zeit“. Wenn jetzt die Temperaturen steigen, dann muss die SoLaWi gut 6 Wochen aufholen, es müssen so viele Pflanzen wie möglich in die Erde. Vielleicht ist die Kälte schon auf den Klimawandel zurückzuführen, liest man im Bonner General-Anzeiger. Die SoLaWi wird daraus lernen, sich im nächsten Jahr anders darauf vorbereiten, zum Beispiel mit. Einmachen und Konservieren, was im Sommer so reichlich anfällt und damit für den nächsten Winter vorsorgen. Ohnehin wird das ganze Jahr ein intensives Lernjahr. Das Modell ist zukunftsfähig, sowohl für den Hof, also auch für die Verbraucher. Anders als die industrielle Lebensmittelproduktion und Verarbeitung, die nur funktioniert, solange es noch preiswerte fossile Rohstoffe gibt und solange die Umweltkosten der Allgemeinheit aufgebürdet werden.

Handeln statt labern

„Bonn im Wandel, das ist doch was Offizielles, die bekommen doch bestimmt Fördergelder“, meinte eine Teilnehmerin. Nein, Bonn im Wandel ist nichts Offizielles. Bonn im Wandel, das sind Menschen, die träumen von einer Stadt, die zukunftsfähig ist, fair ist, gesund, enkeltauglich, solidarisch mit uns und dem Rest der Welt. Eine Stadt, die Natur und Mensch beschützt und sich fit macht für die Herausforderungen des Klimawandels und dem Ende der fossilen Ressourcen. Wir haben angefangen, unsere Träume umzusetzen, jetzt, in unserer Freizeit, mit nichts als Engagement, Know-How, Gemeinschaft und einem guten Netzwerk. Das SoLaWi-Projekt ist eines von mehreren „Bonn-im-Wandel“- Projekten, die im vergangenen Jahr gestartet sind. Es war gutes Stück Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes, mit vielen, vielen Gruppentreffen, Diskussionen, Infoveranstaltungen, Newslettern, Zeitungsartikeln, Gesprächen und viel Organisationsaufwand. Ein Jahr, das sich gelohnt hat, jede Stunde, jede Minute, denn am Samstag haben wir die erste SoLaWi in Bonn geboren, mit mindestens 80 tollen Taufpaten.

Foto: Andi Rüther
Foto: Andi Rüther

Weitere Infos

  • Einige wenige Mitglieder, kann die SoLaWi noch aufnehmen. Wer mehr über Regeln und Selbstverständnis wissen will und sich anmelden will findet alle Informationen in diesem Artikel.
  • Und hier noch ein Link-Tipp von Christiane Süverkrüp, die uns schon mit vielen tollen Rezepten versorgt hat: Passend zur ersten Lieferung ein kostenloses Getreidekochbuch

Gesa Maschkowski

Solidarische Landwirtschaft – Zweites Gründungstreffen am 06.04 auf Gut Ostler

Wer dieses Jahr noch an der SoLaWi Bonn teilnehmen möchte ist herzlich eingeladen zum zweiten Gründungstreffen am Samstag, den 06.04.13 um 11:00 auf Gut Ostler Noch kann die SoLaWi Bonn etwa 10 weitere Personen aufnehmen. Solidarische Landwirtschaft ist allerdings deutlich anders als ein Gemüsekistenabo. Verbraucher und Landwirte tun sich zusammen und bilden für ein Jahr eine Wirtschaftsgemeinschaft. Das bedeutet, sie teilen sich für ein Jahr solidarisch die Kosten, Risiko und die Ernte.

Warum tun wir das überhaupt?

Andi Rüther hat gute Argumente von unserer ersten Infoveranstaltung zu einem kleinen Kurzclip zusammengestellt (klick aufs Bild)

Julian

 

Und so gehts:

1) Lest Euch unser Selbstverständnis durch  Selbstverständnis -Solawi-Bonn 09.03.13

2) Wer ernsthaft daran interessiert ist, Mitglied bei der SoLaWi Bonn zu werden, kann sich hier in die Anmeldungsliste eintragen.

3) Kommt am Samstag, den 06.04.13 um 11:00 zum Gründungstreffen mit Bietterunde auf Gut Ostler . Wer nicht selber teilnehmen kann, muss sich durch jemande/n vertreten lassen, ansonsten können wir die solidarische Bieterrunde nicht durchführen.

Der monatliche Beitrag pro Einheit beträgt 110,- Euro +/- . Damit unterstützen die Mitglieder eine hochwertige, biologisch-dynamische Lebensmittelerzeugung hier in Bonn und den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft. Sie erhalten Produkte aus eigener Produktion: Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Salat, Kräuter, Äpfel, Eier, Honig, ab und zu auch Fleisch. Eine Einheit reicht etwa für die Versorgung einer erwachsenen Person

Im Anschluss an das zweite Gründungstreffen könnt Ihr ab 14:00 die anderen SoLaWi Mitglieder und den Hof besser kennenlernen. Martin Baumgart wird uns über Gut Ostler und die Anbaufläche auf dem Meßdorfer Feld führen.

Bei Rückfragen stehen wir Euch gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf ein solidarisches, ertragreiches und lebhaftes Landwirtschaftsjahr mit Euch!

Hilke Gieseke und die SoLaWis

Kontakt: solawi@bonn-im-wandel.de

Rob Hopkins in Bonn – der Film

Das war ein toller  Abend. Die Zutaten zu 100 % Transition: eine Handvoll mutige Leute, eine Ladung Know How und toller Support aus dem Netzwerk. Danke an Nils Aguilar, der nicht nur seinen Film „Voices of Transition“ gezeigt hat, sondern auch dafür gesorgt hat, dass Rob Hopkins auf dem Weg nach Berlin ein Stopp in Bonn macht. Danke an Rob fürs Kommen und den frischen Transition Wind in Bonn, danke an Gerd Wessling für den Beitrag zu Transition in Deutschland, danke an alle Gäste und Attac Rhein-Sieg, die uns unterstützt haben, diesen schönen Abend gemeinsam zu gestalten. Unser Dank geht auch an die Universität Bonn für den schönen festlichen Rahmen und an die Heinrich-Böll-Stiftung, die Rob den kleinen Umwege genehmigt hat.

Last but not least wollen wir uns ganz herzlich bei Andi Rüther bedanken, der uns wie so oft, hervorragend filmisch begleitet hat und dafür gesorgt hat, dass wir jetzt zwei Film-Fassungen von diesem schönen Abend haben:

  • Eine kürzere Fassung, in der nur Robs Vortrag auf Englisch zu hören ist und seine Antworten auf unsere Fragen
  • und eine längere Variante. Hier gibt es eine kurze Vorstellung von Bonn im Wandel, dann die 3 Mini-Speeches von Rob jeweils mit kurzer, deutsche Zusammenfassung und schließlich die Diskussion mit Rob, Gerd und NIls.

Viel Spaß!

Hier geht´s zu der englischen Fassung

Screenshot Film Hopkins


und hier zur Langfassung mit deutschen Übersetzungen

quintett

Weitere Infos

 

 

 

SoLaWi in Sicht: Nachhaltige Lebensmittelversorgung in Bonn

“Es ist ein gutes Zeichen für unsere Stadt, dass wir unsere Lebensmittelerzeugung wieder ein Stück weit selbst in die Hand nehmen”, sagte Landwirt Martin Baumgart beim SoLaWi -Treffen am 19.02. in der Scheune von Gut Ostler. Über 50 Menschen haben sich an dem Abend zu Punsch, Suppe und Mitbringbuffet getroffen. Sie werden gemeinsam mit dem Betrieb in Kürze die erste solidarische Landwirtschaft in Bonn gründen (kurz SoLaWi) und damit in Bonn ein Stück neue, genussvolle Ernährungskultur schaffen. Heute geht es ums Kennenlernen, aber auch um Selbstorganisation: An kleinen Arbeitstischen wird diskutiert. “Wie organisieren wir die Verteilung der Produkte?”, “Wer hat Lust, bei einer Einmach- und Rezeptegruppe mitzumachen?”, “Was ist auf dem Hof zu tun?”

Seit mehreren Monaten arbeiten die Initiatoren daran, die Solidarische Landwirtschaft zu etablieren. Sie haben sich vergangenen Februar bei einem Open Space Event von Bonn-im-Wandel kennengelernt. “Wir wollen gesunde Lebensmittel aus ökologischem Landbau stadtnah erzeugen und umweltfreundlich verteilen”, heißt es in dem Selbstverständis. Die Worte Gemeinschaft, Solidarität und Vertrauen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Konzept. “Meine Motivation ist die tolle Gruppe”, sagt Hilke Gieseke, die zu den Initiator/innen gehört. “Sie gibt mir Kraft, etwas Neues, Schönes zu schaffen.”

Das Prinzip SoLaWi

Das Konzept SoLaWi setzt einen Kontrapunkt zur industriellen Lebensmittelproduktion, die jedes Jahr tausende von Bauern zwingt, ihre Betriebe aufzugeben. Solidarische Landwirtschaft ist ein Bekenntnis zur bäuerlichen Landwirtschaft, zur Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit, der Artenvielfalt und der Arbeitsplätze auf dem Land. Die Solidarität hat viele Seiten: Landwirt und Verbraucher teilen sich die Kosten, die Verantwortung und die Ernte. Das bedeutet, die Gemeinschaft übernimmt freiwillig für ein Jahr alle Betriebskosten, organisiert die Verteilung auf städtische Depots und hilft mit bei Arbeitsspitzen. Dafür gibt es frische, gesunde, lokale und ökologische Lebensmittel, mehr Kontakt zu Land und (Land-)Wirt, Wertschätzung der Menschen, die unsere Lebensmittel herstellen und mehr Gemeinschaft.

Die Frage ist: Was ist es mir wert?

Auch beim Bezahlen gilt das Prinzip Solidarität. “Jeder zahlt, was es ihm wert ist oder was er sich leisten kann”, sagt Wolfgan Stränz, Referent des Abends und langjähriger Schatzmeister des Buschberghofes. Der Buschberghof betreibt die älteste SoLaWi in Deutschland und wurde vor über 25 Jahren gegründet. Mittlerweile gibt es mehr als 30 SoLaWis in Deutschland, Tendenz steigend. “Beim Bezahlen muss man eben Phantasie entwickeln”, meint Stränz, “und für die Phantasielosen gibt es einen Richtwert pro Person”. Der Richtwert liegt je nach Angebotsvielfalt zwischen 60 Euro pro Monat bei einer reinen Gemüseversorgung bis zu 180 Euro monatlich für die Vollversorgung mit Gemüse, Obst, Brot, Milchprodukten und Fleisch bei großen Betrieben. Die Angebotspalette von Hofgut Ostler besteht aus Gemüse, Salaten, Kräutern, Kartoffeln, Fleisch, Honig und Getreide. Im Gespräch ist auch die Kooperation mit einem Biomilchbetrieb und einer Bäckerei. Für den Landwirt ist das Modell SoLaWi eine große Chance, um aus der Rationalisierungsfalle herauszukommen, denn auch Biobetriebe müssen heute immer günstiger und immer mehr produzieren, um überleben zu können. “Die Frage ist nicht, was kostet das, sondern was ist es mir wert”, sagt Stränz.“Wir haben auf unserem Hof 30 Kühe, 100 Hühner und 50 Gemüsesorten. Das ist alles nicht rentabel, aber erfolgreich und das schon seit über 25 Jahren”.

Kreative Mitgestaltung

Die Organisatoren waren sehr zufrieden mit der Veranstaltung. “Dieser Abend war die erste Gemeinschafts-Solidaritäts-Aktion”, sagt Christiane Grinda, die sich für die Öffentlichkeitsarbeit der Gruppe engagiert. “Ich möchte mich ganz herzlich für all die Unterstützung und Mithilfe bedanken – ein besonders großer Dank geht an die fleißigen Spüler und an Regine und Stefan, die das Catering geschmissen haben. Ein weiterer Dank für all die leckeren Buffetspenden – die Einmach- und Kochgruppe scheint Gourmet-Potential zu haben.” Auf der Ideen- und Aktionsliste stehen jetzt die gemeinsame Herstellung von Sauerkraut, Marmeladen und Likören, Backwaren und Bierbrauen.

“Bei der AG ´Interne Kommunikation/Gemeinschaftsbildung´ wurde rasch deutlich, dass es das Bedürfnis nach viel realem Austausch miteinander gibt und die digitale Kommunikation – so nützlich sie sein kann – so gering wie möglich gehalten werden soll”, berichtet Sarah Scholz, die diesen Gruppentisch organisiert hat. So gab es die Idee, einen Newsletter vom Hof mit Rezeptideen und sonstigen Infos ausgedruckt mit der Ernte zu verteilen und nicht digital zu verschicken. Es wurde vorgeschlagen, jahreszeitliche Feste zu feiern, sich auf dem Hof zu treffen und schweißtreibende Arbeitseinsätze mit genussvollem Feiern zu verbinden.

Auch beim Thema Depots und Verteilung der Ernte ist vieles noch im Fluss. Die Gruppe rund um Guido Lüchters setzt darauf, dass die SoLaWi-Interessenten, die in der ganzen Stadt verteilt sind die Abholung und Verteilung selbstständig organisieren. Auch die Namensfindung ist noch in vollem Gange: Die Vorschläge reichen von Meßdorfer Gartenzwerge über “SoLaWiBo macht Bonner froh”, bis hin zum rheinischen “Kesselknall”.

Der Arbeitstisch rund um die Kerngruppe hat diskutiert, inwieweit sich die SoLaWi-Bonn noch besser vernetzen kann mit Stadt und anderen Landwirten. “Die persönliche Motivation und gegenseitiges Vertrauen ist das größte Potenzial, das wir haben!“, stellten die Teilnehmer fest.

Bis April wird es noch für eine begrenzte Anzahl Personen, die Möglichkeit geben bei der SoLaWi in Bonn mitzumachen, Herzlich Willkommen!.

Weitere Informationen:

  • Das Selbstverständnis erklärt Ziele und Arbeitsweise: Selbstverständnis -Solawi-Bonn 09.03.13
  • Wer ernsthaft daran interessiert ist, Mitglied bei der SoLaWi Bonn zu werden, kann sich hier in die Anmeldungsliste eintragen. 

    Der monatliche Beitrag pro Einheit beträgt 110,- Euro +/- . Damit unterstützen die Mitglieder eine hochwertige, biologisch-dynamische Lebensmittelerzeugung hier in Bonn und den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft. Sie erhalten ausschließlich Produkte aus eigener Produktion: Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Salat, Kräuter, Äpfel, Eier, Honig, ab und zu auch Fleisch. Die Menge reicht ungefähr für eine erwachsenen Person.

  • Am Samstag, den 06.04.13 findet um 11:00 Uhr auf Gut Ostler ein zweites Gründungstreffen statt, für alle Mitglieder, die sich jetzt im März noch neu in unsere Anmeldungsliste eingetragen haben. Falls Ihr nicht selber teilnehmen könnt, müsst Ihr Euch durch jemande/n vertreten lassen, ansonsten können wir die solidarische Bieterrunde nicht durchführen. Bitte tragt Euch unter dem folgendenden Link im Doodle ein, ob Ihr an dem Gründungstreffen teilnehmt, oder durch eine andere Person vertreten werdet.

https://dudle.inf.tu-dresden.de/m6rzf51j/

  • Im Anschluss an das zweite Gründungstreffen könnt Ihr ab 14:00 die anderen SoLaWi Mitglieder und den Hof besser kennenlernen. Martin Baumgart wird uns über Gut Ostler und die Anbaufläche auf dem Meßdorfer Feld führen.die mitmachen möchten, sich angemeldet haben, sind herzlich eingeladen zur Startveranstaltung am Samstag, den 6.4. auf Gut Ostler mit Hofführung.

Kontakt: solawi@bonn-im-wandel.de

Text: Gesa Maschkowski, mit Unterstützung und Beiträgen von Gabriele Danne, Sarah Scholz, Christiane Grinda, Hilke Gieseke

 

 

 

 

 

 

Vortrags- und Filmveranstaltung mit Rob Hopkins, Initiator der TransitionTown-Bewegung

Am 27. Februar 2013 laden die Universität Bonn und die Transition-Initiative Bonn im Wandel ein zu Vortrag, Film und Gespräch in den Hörsaal 10 des Uni-Hauptgebäudes – Titel des Abends: „Potentiale der TransitionTown-Bewegung zur Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft“.

Im Austausch mit dem aus England anreisenden TT-Initiator Rob Hopkins, dem Filmemacher Nils Aguilar sowie Gerd Wessling als Vertreter des deutschen Transition-Netzwerks zeigt die Bonner Gruppe, die seit einem Jahr aktiv ist, Grundgedanken der Bewegung auf und Möglichkeiten selbst aktiv zu werden. Es ist der erste Auftritt von Rob Hopkins in Deutschland.

Der Abend beginnt um 19:00 Uhr mit einem Transition-Gespräch. Dabei wird Rob Hopkins konkrete Beispiele des Wandels vorstellen, wie Energiewende-Nachbarschaften oder das britische REconomy-Projekt zur Schaffung von lokalen und resilienten Wirtschaftskreisläufen. Danach zeigt Nils Aguilar seinen Film “Voices of Transition” in der deutschen Kurzfassung. Darin kommen Protagonisten der Agrarwende und der britischen Transition-Bewegung zu Wort. Anschließend gibt es Gelegenheit zur Diskussion mit dem Regisseur, Rob Hopkins und den regionalen Transition-Aktiven.

Rob Hopkins und die Transition-Akteure packen die großen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft mit Humor, Fantasie und visionärer Kraft an: „Was es vor allem braucht in diesen Zeiten ist engagierter Optimismus“, sagt der Mitbegründer der ersten Transition Towns in Kinsale und Totnes und des internationalen Transition-Netzwerks. Entstanden ist die TransitionTown-Bewegung aus der Einsicht, dass Erdöl in Zukunft knapper und dadurch immer teurer werden wird und unser Lebensstil nur wenig klimaverträglich ist. Doch bleiben die Aktiven nicht bei düsteren Zukunftsszenarien stehen: Es geht ihnen natürlich auch um weniger Ressourcen-Verbrauch, aber die Kraft zum Handeln speist sich aus der Vision von zukunftsfähigen Nachbarschaften, Städten und Regionen, nachhaltigen Wirtschaftskreisläufen, aus der Kreativität und Experimentierfreude der vielen Einzelnen und ihrem kooperativen Handeln vor Ort.

Seit 2006 haben Aktive in über 1000 Gemeinden weltweit ihre Lebensräume zu Transition Towns oder „Städten/Regionen des Wandels“ erklärt. In Deutschland sind rund 80 Initiativen aktiv und einige davon bereits offiziell gelistet, darunter Bielefeld, Witzenhausen bei Kassel und Freiburg.

Hopkins ist Autor mehrerer Bestseller unter anderem des Energiewende Handbuches, das in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Er wurde mehrfach mit Umweltpreisen ausgezeichnet, erst kürzlich erhielt das Transition Netzwerk den 1. Preis “Innovation für ein Nachhaltiges Europa”, vergeben vom Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA).

Die Veranstaltung in Bonn gehört zum Auftakt der Filmtournee von Nils Aguilar, Regisseur des Films „Voices of Transition“ , und wird von der Heinrich Böll Stiftung unterstützt.

Moderation: Gesa Maschkowski, Uni Bonn, und weitere Aktive von Bonn im Wandel

Kontakt für die Presse: Kathleen Battke (Tel. 0172/4184617, battke@zukunftspioniere.com)

Organisatorische Hinweise:

  • Datum und Uhrzeit: 27.02.2013, 19 Uhr
  • Ort: Hauptgebäude der Universität Bonn, Regina Pacis Weg (Hörsaal zehn, 1. Stock)
  • Unkostenbeitrag: 5 Euro als Richtwert (Abweichung entsprechend den persönlichen Möglichkeiten)

Das Transition-Gespräch findet auf Englisch statt und wird teilweise übersetzt.

Weitere Informationen:

Bildautor: Stephen Prior

SoLawi – Seid Ihr dabei?

Die Gruppe „Nachhaltige Lebensmittelversorgung“ von Bonn im Wandel war sehr aktiv in den vergangenen Wochen. Jetzt steht die Gründung der ersten solidarischen Landwirtschaft in Bonn auf Gut Ostler kurz bevor. Das SoLawi Jahr wird am 1. April 2013 starten. Wer in diesem Jahr ernsthaft daran interessiert mitzumachen, ist herzlich eingeladen, sich jetzt zu beteiligen und anzumelden. „SoLawi – Seid Ihr dabei?“ weiterlesen

Zukunft 2030: Wir haben gelernt – ein Beitrag von Michael Beleites

„Wir haben gelernt, dass nicht nur die Kirche im Dorf bleiben muss, sondern auch die Bauern und der Ba?cker, der Tischler, …. “ schreibt Michael Beleites, Landwirt und Mitbegründer der Umweltbewegung in der ehemaligen DDR in seiner Zukunftsvision.

Die Frage „wie sieht eine positive und schöne Zukunft aus – und was können wir heute dafür tun?“ gehört zu den Kernfragen, der Transition Bewegung. Und wir sind glücklicherweise nicht die einzigen, die dieser Gedanken bewegt. In dieser Stadt, überall im Land, in Europa und auf der Welt verbreiten sich in den letzten Jahren die so genannten postmateriellen Werte. „Eine globale Transformation der Werthaltungen hat bereits begonnen“, heißt es im Bericht des Wissenschaftliche Beirates der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU).

Damit positive Zukunftsszenarien eine Chance bekommen, müssen wir sie mit (einander) teilen, uns Zeit dafür nehmen und auch den Mut, sie auszusprechen. Michael Beleites hat dies kürzlich auf der Veranstaltung „Sachsen 2030 – Quo vadis?“ von der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung getan. Wir danken für die Genehmigung zur Verlinkung. Danke auch an Norbert Rost, der diesen Beitrag veröffentlicht und beworben hat!

Zukunft 2030: Wir haben gelernt.

(Michael Beleites)
Die eigentliche Krise haben wir wohl noch vor uns. Es ist zu befu?rchten, dass irgendwann das auf Verschuldung gebaute Spekulationssystem aus dem Ruder la?uft. Es ko?nnte sein, dass die Finanzkrise eines Tages zu einer drastischen Geldabwertung fu?hrt, die die gesamte westliche Welt betrifft – und diese unmittelbar in eine schwere O?lkrise einmu?ndet. Aus einer O?lkrise erwa?chst hier schnell eine Mobilita?ts- und Produktionskrise. Und daraus folgt eine Versorgungskrise. Nach 75 satten Jahren ko?nnte wieder Hunger einkehren. Es ist keineswegs auszuschließen, dass auch ku?nftig Notzeiten kommen, in denen sehr viele Menschen hungern und auch verhungern; frieren und auch erfrieren. Auch in Sachsen.

Im Jahr 2030 ko?nnte das Schlimmste schon u?berstanden sein. Und wir haben gelernt – jedenfalls diejenigen von uns, die dann noch da sind.

  • Wir haben gelernt, dass man Geld und Aktien nicht essen kann.
  • Wir haben gelernt, dass uns eine zentrale Versorgung mit Energie und Nahrung verwundbar macht.
  • Wir haben gelernt, dass eine gesunde Gesellschaft eine breite ba?uerliche und handwerkliche Basis braucht, die eine regionale Selbstversorgungsfa?higkeit sichert.
  • Wir haben gelernt, dass das Wohlstandsniveau einer instabil verfassten Gesellschaft mit ihrer Fallho?he identisch ist.
  • Wir haben gelernt, dass es besser ist, wenn mehr Menschen in den Do?rfern leben und dass die Entfremdung zwischen Stadt und Land u?berwunden werden muss.
  • Wir haben gelernt, dass es nicht gut ist, Ha?user ohne Keller zu bauen, in denen man keine Kartoffeln, Mo?hren und A?pfel einlagern kann.
  • Wir haben gelernt, dass es nicht gut ist, Ha?user ohne Schornsteine zu bauen, in denen man nicht selber mit Holz heizen kann.
  • Wir haben gelernt, dass nicht nur die Kirche im Dorf bleiben muss, sondern auch die Bauern und der Ba?cker, der Tischler und der Schmied, der Laden und die Kneipe, der Arzt und der Pfarrer, die Schule und der Bu?rgermeister.
  • Wir haben gelernt, dass eine gro?ßere Wertscha?tzung der Bauern und Handwerker und ihrer Produkte mit gesunden Nahrungsmitteln und haltbaren Gebrauchsgu?tern belohnt wird.
  • Wir haben gelernt, dass wir auf einem endlichen Planeten leben, auf dem grenzenloses Wachstum ein gefa?hrliches Hirngespinst ist.
  • Wir haben gelernt, dass Wettbewerb ein falsches Leitbild ist, weil er soziale und o?kologische Beziehungen aushebelt, desintegriert.
  • Wir haben gelernt, dass das Allgemeininteresse etwas vo?llig anderes ist, als die Summe konkurrierender Einzelinteressen.
  • Wir haben gelernt, dass eine gesunde Gesellschaft wie ein Organismus funktioniert, wo die verschiedenen Organe sich gegenseitig dienen und das Ganze zusammenhalten – und die Teile nicht in einem sinnlosen Kampf aller gegen alle stehen.
  • ….

Weiter geht es auf der Seite  peak-oil.com von Norbert Rost

Einladung zum Info Abend Regionalwährung Bonn/ Rhein-Sieg

Was vor fast einem Jahr beim „Tag der Ideen“ in der Waldorfschule Tannenbusch seinen Anfang nahm, soll nun umgesetzt werden: eine Regionalwährung für Bonn / Rhein-Sieg. Seit gut einem Jahr beschäftigt sich die Gruppe Regionalwährung mit unterschiedlichsten Konzepten und Ideen und möchte jetzt die ersten Planungen vorstellen und diskutieren.

Ins besondere geht es um die Fragen, wie man eine Regionalwährung zum Nutzen des Gemeinwohls einsetzt. Nach einer intensiven Analyse und dem Abwägen von Vor- und Nachteilen verschiedener Modelle, haben wir uns nun für eine der vielfältigen Möglichkeiten entschieden.

Um diese Idee und unsere Initiative bekannt zu machen, laden wir alle interessierten Personen herzlich zu unserer ersten offiziellen Informationsveranstaltung ein:

Ort: Im „Kleinen Saal“, Freie Waldorfschule, Stettiner Str. 21, Bonn-Tannenbusch

Wann: Dienstag, 05.02.2013 um 19:00 Uhr

Agenda
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1, Begrüßung
2. Video-Beitrag zum Thema (ca. 10 min)
3. Vom „Tag der Ideen“ bis heute
4. Regionalwährung für Bonn / Rhein-Sieg
a) Vorteile
b) Name
c) Konzept
d) Die nächsten Schritte
e) Start-Termin
5. Ausblick

Es wird sicher ein sehr kurzweiliger Abend – kommt also reichlich, wir möchten ein starkes Signal setzen! Wir freuen uns auf Euch!

Ansprechpartner: Klaus Zweiacker, k.zweiacker@gmx.de

P.S.: Damit wir planen können, freuen wir uns über eine Anmeldung

http://www.doodle.com/kchvmifut34z8p57

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Erste Informationen zum Thema findet Ihr hier:
Titel: Neues, zinsfreies Geld schaffen
Interview mit Prof. Margrit Kennedy
Spieldauer: 17:26
http://www.youtube.com/watch?v=akdv8N-5WIk
Titel: Was ist Regionalgeld?
Von: Norbert Rost
Spieldauer: 10:08
http://www.youtube.com/watch?v=mOk6ockVU7s