Über Uns

Bonn im Wandel…

Überall dort wo Menschen beginnen, ihre Stadt nachhaltiger, sozialer und zukunftsfähiger zu gestalten, braucht es ein lebendiges Zentrum. Es braucht Treffpunkte, Orte  und Gelegenheiten, Menschen, die einladen, verbinden, unterstützen. Es braucht Erfahrungen, Methoden und gute Beispiele. Bonn im Wandel hat sich in fünf Jahren zu so einem Zentrum des Wandels entwickelt. Wir verstehen uns als Ideen- und Projektlabor für eine zukunftsfähige, faire und postfossile Stadt. Mit vielfältigen Formaten von Großveranstaltungen über Seminare bis hin zu praktischen Aktionen haben wir schon mehrere tausend Menschen erreicht. Unsere Website ist mit über 130 Blogeinträgen und einem bunten Veranstaltungskalender zur Austauschplattform für den Wandel in Bonn geworden. Unser Stadtwandelnewsletter geht regelmäßig an über 1.300 Menschen und auf Facebook haben wir bis zu 30.000 Zugriffe pro Artikel. Das wichtigste aber ist: Immer mehr Menschen in Bonn träumen und engagieren sich für eine positive Zukunft in unserer Stadt. So sind schöne Projekte entstanden, die unsere Stadt ein Stück nachhaltiger, fairer und lebenswerter machen:

  • Die solidarische Landwirtschaft „SoLaWi Bonn/Rhein-Sieg e. V.“, gegründet 2013. Eine verbrauchergetragene Wirtschaftsgemeinschaft. Mit unseren Partnern und Gärtnerin auf zwei Biobetrieben versorgen wir 200 Haushalte mit regionalen und fair erzeugten Lebensmitteln, vor allem Gemüse, Kartoffeln, Brot und auch Eier ,Jahresumsatz von rund 200.000 Euro.
  • Die offene Werkstatt mit Repair Café in Haus Müllestumpe  wurde 2014 gegründet, und eine Erfolgsbilanz von unzähligen Veranstaltungen mit hunderten reparierter Dinge. Mittlerweile gibt es rund sieben Repair Cafes in Bonn, die meisten Termine findet ihr in unserem Veranstaltungskalender.
  • Die Lastenradgruppe mit freiem Lastenradanhänger Bolle Bonn , den man kostenfrei gegen Spende leihen kann, um bis zu 200 Kilo Lasten zu bewegen.
  • Das Netzwerk Essbare Stadt/Urbanes Gärtnern, gegründet 2015 mit Aktionsformaten wie der BonnEssBar, dem Saatgutfestival und Urban Gardening Projekten.
  • Klimaschutznetzwerk Power to Change, gegründet 2016 mit 12 Klimaschutzinitiativen, Durchführung von Filmvorführungen mit Ideenbörsen.
  • Testlauf „Nachhaltige Nachbarschaften (Transition Streets)“ in Kooperation mit der Bonner Energie-Agentur BEA und der Energieberatung der Verbraucherzentrale Bonn
  • Die Kampagne „Kein Primark vorm Hauptbahnhof“ 2016 unter Federführung von Bonn im Wandel und FEMNET ; innerhalb einer Woche haben 22 Organisationen die Kampagne unterstützt und über 4000 Menschen die Online-Petition unterschrieben.
  • Wir sind auch aktives Mitglied im Netzwerk Recht auf Stadt, Bonn, gegründet 2016
  • Außerdem ist Bonn im Wandel Partner der Stadt z. B. im Klimaschutzbeirat (seit 2013) und engagiert sich im Prozess Global nachhaltige Kommune (seit 2016).

Im Zentrum unserer Arbeit steht die positive Vision einer klima- und menschenfreundlichen Gesellschaft, das Vertrauen in den guten Willen der Menschen und die Unterstützung zur Selbstorganisation (Empowerment). Wir arbeiten mit partizipativen Methoden, Erfahrungen und den vielen guten Beispielen der weltweiten Transition-Town-Bewegung.

Seit 2015 ist Bonn im Wandel e.V ein Verein und seit 2016 auch gemeinnützig. Das heißt Ihr könnt uns nicht nur praktisch sondern auch mit finanzieller Energie unterstützten: Hier findet Ihr unsere Satzung: Satzung Bonn im Wandel e.V. – final. Unser Spendenkonto lautet:

  • IBAN DE45 3705 0198 1932 8872 74
  • BIC COLSDE33XXX

Wie gehen wir mit Geld und anderen Ressourcen um?
Bonn im Wandel e. V. arbeitet bisher rein ehrenamtlich und hat mit wenig Mitteln schon viel bewirkt. Das liegt auch an einem tollen Netzwerk an Unterstützer*innen und Partner*innen.  An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an das Mehrgenerationen Wohnprojekt Amaryllis, die Stiftung Mitarbeit, das Rudolf-Steiner-Haus, die Ermekeilinitiative, das BonnLab und natürlich auch Haus Müllestumpe, die uns bereits großzügig ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben.

Honorare für externe Referent*innen und Sachmittel, zum Beispiel für Workshops oder unseren Lastenradanhänger Bolle Bonn, werden durch Teilnehmer*innenbeiträge und/oder Spenden von Stiftungen und Privatpersonen finanziert. An dieser Stelle geht unser Dank an die Heinrich-Böll-Stiftung und die Stadt Bonn für die Unterstützung der REconomy-Veranstaltungsreihe 2014, die Bürgerstiftung, den ADFC, die Stiftung für Umwelt+Verkehr (Schmidt-Stiftung) für die Finanzierung von Bolle Bonn, die Sparkasse KölnBonn und auch an unsere privaten Spenderinnen und Spender. Vielen Dank!

Wenn uns jemand für Veranstaltungen gewinnen möchte, die nicht unsere eigenen sind, zum Beispiel Vorträge, Podiumsdiskussionen, Workshops oder Moderation, dann brauchen wir ein Honorar. Das wird bisher freiberuflich von den Referent/innen selbst versteuert. Mindestens 10 % davon gehen dann als Spende an Bonn im Wandel e. V.

Was bedeutet Transition?
Transition heißt Übergang, Veränderung oder auch Gesellschaftswandel. Es ist wie eine große Reise. Wir wissen nicht genau wo wir landen, aber wir sind schon mittendrin. Und wir sind alle Reisende.  Immer mehr Menschen über all auf der Welt setzen sich dafür ein, dass diese Reise in eine positive Zukunft führt. Sie möchten die Schönheit und Vielfalt der Erde und der Menschen achten, erhalten und pflegen.  So ist im  Jahr 2005 die Transition Town Bewegung  entstanden. Heute ist es ein weltweites Netzwerk von Graswurzelinitiativen. Sie besteht aus vielen 1000 Initiativen in gut 50 Ländern der Erde. Basis und das Ziel unserer Bewegung sind ethische Grundsätze der Permakultur, die auch von vielen anderen Bewegungen getragen werden

  • Achtsamer Umgang mit der Erde und den Menschen
  • Gerechtes Teilen mit heutigen und zukünftigen Generationen.

Diese Werte sind durch unser  westliches Gesellschafts- und Wirtschaftsystem gefährdet. Daher setzen wir uns mit Kopf, Herz und Hand für einen umfassenden Gesellschafts- und Kulturwandel ein. Wir möchten Menschen dafür begeistern, ermutigen und unterstützen, eine positive Zukunftsvision zu entwickeln und diesen Wandel selbst zu gestalten. Die Lösungen und Ideen zur Umsetzung der Vision sind vielfältig.

Wir gehen davon aus,

  • dass viele unserer fossilen Rohstoffe, nicht nur teurer werden, sondern auch endlich sind
  • dass der Klimawandel Realität ist
  • dass wir früher oder später ohnehin mit weniger Energie auskommen müssen,
  • dass jetzt die Zeit ist, zu handeln,
  • dass es zu lange dauert, wenn wir auf die Politik warten,
  • dass es zu wenig ist, wenn jeder alleine etwas tut,
  • dass wir am meisten erreichen, wenn wir uns zusammen tun,
  • dass wir dabei nicht nur unsere Kräfte und Ideen bündeln sondern auch Spaß haben und eine schöne Zeit zusammen verbringen können,
  • dass der Wandel eine große Chance ist, gemeinsam und positiv in die Zukunft zu starten, hier in Bonn und jetzt! Jeder und jede wird gebraucht!

Wer Fragen oder Ideen für Wandelprojekte hat, meldet sich bei: info@bonn-im-wandel.de

Transition Towns  – worum geht’s eigentlich?

25 Jahre würde es dauern, wenn wir die gesamte fossile Energie weltweit durch Solar- und Windenergie ersetzen wollten, heißt es im Bericht zur Lage der Welt 2010 des Worldwatch Institutes. Und dann müssten wir die Anlagen non-stop und im Sekundentakt bauen. Viele Menschen haben schon heute das ungute Gefühl: So kann es nicht  weiter gehen. Doch was tun? Was ist die Alternative zu unserem verschwenderischen Lebensstil? Wie könnte ein gutes Leben ohne Umweltzerstörung aussehen? Und wie kommen wir dahin?

Der Start – Bürger nehmen die Gesellschaftswende selbst in die Hand

Vor 11 Jahren begannen Menschen im irischen Städtchen Kinsale damit, ein menschen- und umweltverträgliches Leben zu träumen, zu planen und vor Ort umzusetzen. Der britische Permakulturdozent Rob Hopkins erarbeitete mit seinen Studenten und mit den Bürgern der Stadt einen Energie- und Kulturwende-Plan. Die erste Transition-Town Initiative war entstanden. Die Idee: Ein Leben mit weniger Erdöl ist möglich und zwar ein gutes. Was in Kinsale begann, entwickelte sich zu einer weltweiten Bewegung. In Deutschland sind etwa 80 Initiativen aktiv, unter anderem in Bielefeld, Friedrichshain- Kreuzberg, Freiburg und Hannover. Transition-Initiativen fragen nicht nur

  • „Was können wir tun?“ sondern auch:
  • „Was brauchen Menschen, damit sie etwas tun können?“

Es geht also auch die psychologischen und sozialen Voraussetzungen des Wandels, konkret um Gemeinschaft, Vertrauen, Freude und positive Zukunftsvisionen. Die Gründerinnen und Gründer der Bewegung haben schon früh damit angefangen, ihre Erfahrungen und Bestpractice-Beispiele festzuhalten und weiter zu geben. In den Transition-Handbüchern und auch in den Trainings gibt es einen vielfältigen Werkzeugkasten für eine gute und gelingende Gruppenarbeit, zur Entwicklung von Visionen, moderne Verfahren der Bürgerbeteiligung, aber auch  praktische Hilfestellungen und Tipps. Und jede Initiative trägt neue Erfahrungen dazu bei.

Text: Gesa Maschkowski

„Wenn wir auf die Regierungen warten, wird es zu spät und zu wenig sein, wenn wir alleine handeln, wird es zu wenig sein, aber wenn wir in Gemeinschaft handeln, dann könnte es gerade noch ausreichend und gerade noch rechtzeitig sein“ (Rob Hopkins, 2011),

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