Über Uns

Bonn im Wandel…

6. Geburtstag von Bonn im Wandel, Foto Gesa Maschkowsk
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Überall dort wo Menschen beginnen, ihre Stadt nachhaltiger, sozialer und zukunftsfähiger zu gestalten, braucht es ein lebendiges Zentrum. Es braucht Treffpunkte, Orte  und Gelegenheiten, Menschen, die einladen, verbinden, unterstützen. Es braucht Erfahrungen, Methoden und gute Beispiele. Bonn im Wandel hat sich in sieben Jahren zu so einem Zentrum des Wandels entwickelt. Wir verstehen uns als Ideen- und Projektlabor für eine zukunftsfähige, faire und postfossile Stadt.  Unsere Website und der Veranstaltungskalender sind zur Austauschplattform für den Wandel in Bonn geworden. Unser  Stadtwandelnewsletter geht jeden Monat an über 2000 Menschen. Das wichtigste aber ist: Immer mehr Menschen in Bonn träumen und engagieren sich für eine positive Zukunft in unserer Stadt.

Hier findet hier unsere Jahresberichte:

Das sind Projekte, die wir in Bonn angestoßen haben:

  • Im Herzen unsere Arbeit steht die Transition Idee.  Diese Idee machen wir mit unserer Website, mit Veranstaltungen und seit 2019 auch mit TraFo Bonn – der Transformationsakademie von Bonn im Wandel lebendig.
  • Unter dem Motto „Bonn4Future – Wir fürs Klima“ planen wir einen großen stadtweiter Mitwirkungsprozess für ein klimaneutrales Bonn, gemeinsam  mit der Klimawache-Bonn und in Kooperation mit der Stadt. Viele Organisationen und Initativen und auch Parteien unterstützen dieses Projekt.
  • Die solidarische Landwirtschaft „SoLaWi Bonn/Rhein-Sieg e. V.“, entstand auf einem Bonn im Wandel – Visionsevent 2012.  Heute organisiert ein verbrauchergetragener Verein den Anbau und die Verteilung der Ernte. Über 200 Haushalte erhalten jede Woche in 7 Depots regionale, fair erzeugte und unverpackte Lebensmittel. Und es entstehen immer mehr Solawis in und um Bonn!
  • Viele hundert Menschen sind schon zur Offenen Werkstatt und Repair Cafe ins Haus Müllestumpe gekommen. Sie wurde 2014 gegründet. Seitdem gab es unzählige Veranstaltungen und hunderte reparierter Dinge. Mittlerweile gibt es etwa sieben Repair Cafes in Bonn.
  • Aus einem  Lastenradanhänger Bolle Bonn  wurden inzwischen sechs Lastenräder, die man kostenfrei gegen Spende leihen kann, um bis zu 200 Kilo Lasten zu bewegen – mit oder ohne E-Motor. Viele glückliche Nutzer erzählen auf bolle-bonn.de ihre Geschichten mit den besonderen Gefährten.
  • Aus der Bonner Lastenrad-Szene entstand 2017 die  Schokofahrt. Sie bringt nun zweimal im Jahr vollbepackt emissionsfreie Schokolade aus Amsterdam nach Bonn. Die Kakaobohnen wurden per Segelschiff transportiert. Wir haben noch nicht herausbekommen, ob es sich um eine Transportunternehmung handelt oder einen geführten Abenteuer-Urlaub.
  • Das Netzwerk Essbare Stadt/Urbanes Gärtnern, trifft sich seit 2014 zu  Aktionsformaten wie der BonnEssBar, dem Saatgutfestival und Urban Gardening Projekten.
  • Bonn blüht und summt – unsere Aktion für biologische Vielfalt  ist ein Ableger des Netzwerks Essbare Stadt. Denn ohne Insekten keine Nahrung. Seit 2018 verteilen Blühbotschafter*innen auf Märkten Saatgut und gute Tipps, wie Bürger*innen selbst Blüh-Inseln und Streifen anlegen können. Über 1000  Menschen haben 2019 mitgemacht. Bonn blüht und summt ist ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt.
  • Die Kampagne „Kein Primark vorm Hauptbahnhof“ startete 2016 unter Federführung von Bonn im Wandel und FEMNET ; im Jahr 2019 haben wir die Eröffnung des Billig-Mode-Discounters mit einem Aktionstag „Besser leben ohne Primark“ begleitet. Über 20 Bonner Organisationen haben mit uns demonstriert, informiert und einen großen Kleidertausch organisiert.
  • Seit 2015 berichtet Bonn im Wandel vom Hambacher Forst, organisiert Spaziergänge und Ausflüge dorthin. Um zu zeigen, wie viele Menschen nicht mit der Rodung einverstanden sind, haben wir zur Mitmachaktion: Mein Gesicht für den Hambacher Forst. eingeladen. Die Galerie ist beeindruckend!
  • Bonn im Wandel ist Partner der Stadt z. B. im Klimaschutzbeirat (seit 2013) und im Prozess Global nachhaltige Kommune (2016 und 2017) und beim Labelling Verfahren Stadtgrün-Naturnah.
  • Im Oktober 2017 startete die Bonner VeloWerft. Ein Projekt zum Eigenbau von Lastenrädern aus nachhaltigen Rohstoffen, zusammen mit acht Nachbarschaften und Initiativen. Das Projekt  wurde mit Mitteln aus dem BMUB-Programm „Kurze Wege für den Klimaschutz“ gefördert.

Im Zentrum unserer Arbeit steht die positive Vision einer klima- und menschenfreundlichen Gesellschaft. Wir vertrauen in den guten Willen der Menschen und glauben dass wir mehr gemeinsam mehr erreichen können als allein. Das braucht nicht nur Begeisterung sondern auch eine gute Selbstorganisation (Empowerment). Wir arbeiten mit partizipativen Methoden, Erfahrungen und den vielen guten Beispielen der weltweiten Transition-Town-Bewegung. Mehr über die Menschen und die Initiativgruppe findet hier

Seit 2015 ist Bonn im Wandel e. V. ein Verein und seit 2016 auch gemeinnützig. Das heißt Ihr könnt uns nicht nur praktisch sondern auch mit finanzieller Energie unterstützten: Hier findet Ihr unsere Satzung: Satzung Bonn im Wandel e.V. – final. Unser Spendenkonto lautet:

  • IBAN: DE79 4306 0967 4132 6875 00
  • BIC: GENODEM1GLS bei  der GLS Gemeinschaftsbank eG

Hinweis zu Spendenbescheinigungen: Bei Zuwendungen an gemeinnützige Organisationen, die 200,00 € nicht überschreiten, genügt für die Steuererklärung ein Überweisungs- oder Einzahlungsbeleg von der Bank oder der Kontoauszug, wenn

  •  daraus hervorgeht, dass es sich um eine Spende handelt,
  • zusätzlich eine Bescheinigung beigelegt wird, das die Organisation gemeinnützig ist.

Diese Bescheinigung findet Ihr hier: Kleinspendennachweis Bonn im Wandel eV.  Es genügt, dieses Schreiben auszudrucken und an den Beleg oder Kontoauszug zu heften.

Wie gehen wir mit Geld und anderen Ressourcen um?

Bonn im Wandel e. V.  arbeitet überwiegend ehrenamtlich und hat mit wenig Mitteln schon viel bewirkt. Das liegt auch an einem tollen Netzwerk an Unterstützer*innen und Partner*innen.  An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an das Mehrgenerationen Wohnprojekt Amaryllis, die Stiftung Mitarbeit, das Rudolf-Steiner-Haus, die Ermekeilinitiative, Haus Müllestumpe, und  rhizom mit der wunderbaren Alten VHS.

Honorare für externe Referent*innen und Sachmittel, zum Beispiel für Workshops oder unseren Lastenradanhänger Bolle Bonn, werden durch Teilnehmer*innenbeiträge und/oder Spenden von Stiftungen und Privatpersonen finanziert. An dieser Stelle geht unser Dank an die Heinrich-Böll-Stiftung und die Stadt Bonn für die Unterstützung der REconomy-Veranstaltungsreihe 2014, die Bürgerstiftung, den ADFC, die Stiftung für Umwelt+Verkehr (Schmidt-Stiftung) für die Finanzierung von Bolle Bonn, die Sparkasse KölnBonn und auch an unsere privaten Spenderinnen und Spender. Vielen Dank!

Wenn uns jemand für Veranstaltungen gewinnen möchte, die nicht unsere eigenen sind, zum Beispiel Vorträge, Podiumsdiskussionen, Workshops oder Moderation, dann brauchen wir ein Honorar. Das wird in der Regel freiberuflich von den Referent*innen selbst versteuert. Mindestens 10 % davon gehen dann als Spende an Bonn im Wandel e. V.

Was bedeutet Transition?

25 Jahre würde es dauern, wenn wir die gesamte fossile Energie weltweit durch Solar- und Windenergie ersetzen wollten, hieß es schon 2010 m Bericht zur Lage der Welt 2010 des Worldwatch Institutes. Und dann müssten wir die Anlagen non-stop und im Sekundentakt bauen. Das ist auch nicht passiert seitdem. Viele Menschen haben das ungute Gefühl: So kann es nicht  weiter gehen.

Transition heißt Übergang, Veränderung oder auch Gesellschaftswandel. Transition Initativen setzen sich vor Ort dafür ein, dass wir besser miteinander und dieser Erde umgehen, dass wir weniger Ressourcen verbrauchen und das Klima weniger belasten. Das ist eine große und spannende Lernreise. Wir wissen nicht genau wo wir landen, aber wir sind schon mittendrin.  Immer mehr Menschen über all auf der Welt setzen sich dafür ein, dass diese Reise in eine positive Zukunft führt. Sie möchten die Schönheit und Vielfalt der Erde und der Menschen achten, erhalten und pflegen.  So ist im  Jahr 2005 die Transition Town Bewegung entstanden. Heute ist es ein weltweites Netzwerk von Graswurzelinitiativen. Sie besteht aus vielen 1000 Initiativen in gut 50 Ländern der Erde. Basis und das Ziel unserer Bewegung sind ethische Grundsätze,  die aus der Permakultur stammen und auch von vielen anderen Bewegungen getragen werden:

  • Achtsamer Umgang mit der Erde
  • Achtsamer Umgang mit den Menschen und uns selbst
  • Gerechtes Teilen mit heutigen und zukünftigen Generationen.

Diese Werte sind durch unser  westliches Gesellschafts- und Wirtschaftsystem gefährdet. Daher setzen wir uns mit Kopf, Herz und Hand für einen umfassenden Gesellschafts- und Kulturwandel ein. Das besondere an der Transition Bewegung ist. Sie fragt nicht nur, was die Erde braucht, sie fragt auch was die Menschen brauchen, damit sie diesen Wandel gestalten können. Wir möchten Menschen dafür begeistern, ermutigen und unterstützen, eine positive Zukunftsvision zu entwickeln und diesen Wandel selbst zu gestalten. Die Lösungen und Ideen zur Umsetzung der Vision sind vielfältig.

Wir gehen davon aus,

  • dass viele unserer fossilen Rohstoffe, nicht nur teurer werden, sondern auch endlich sind
  • dass der Klimawandel Realität ist
  • dass wir früher oder später ohnehin mit weniger Energie auskommen müssen,
  • dass jetzt die Zeit ist, zu handeln,
  • dass es zu lange dauert, wenn wir auf die Politik warten,
  • dass es zu wenig ist, wenn jeder alleine etwas tut,
  • dass wir am meisten erreichen, wenn wir uns zusammen tun,
  • dass wir dabei nicht nur unsere Kräfte und Ideen bündeln sondern auch Spaß haben und eine schöne Zeit zusammen verbringen können,
  • dass der Wandel eine große Chance ist, gemeinsam und positiv in die Zukunft zu starten, hier in Bonn und jetzt! Jeder und jede wird gebraucht!

Wer Fragen oder Ideen für Wandelprojekte hat, meldet sich bei: info@bonnimwandel.de

Text: Gesa Maschkowski

„Wenn wir auf die Regierungen warten, wird es zu spät und zu wenig sein, wenn wir alleine handeln, wird es zu wenig sein, aber wenn wir in Gemeinschaft handeln, dann könnte es gerade noch ausreichend und gerade noch rechtzeitig sein“ (Rob Hopkins, 2011),

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