Stadtwandelnews März ’24: unser Wasser, unsere Böden und wir

Liebe Menschen in und um Bonn,

wir hatten in diesem Jahr den wärmsten Januar und dann den wärmsten Februar, seit es Wetteraufzeichnungen gibt. Der Sommer 2024 wird einer der wärmsten Sommer, den wir je erlebt haben, warnt der Bonner Professor Niko Froitzheim, der gemeinsam mit anderen Wissenschaftler:innen dafür demonstriert, dass keine Autobahnen mehr gebaut werden. Denn die Natur, die uns mit frischem Wasser, frischer Luft, fruchtbaren Böden, vielfältigen Nahrungs- und Heilpflanzen und wertvollen Rohstoffen versorgt, zeigt uns, dass es so nicht mehr weitergeht. Wenn wir so wenig tun wie bisher, bewegen wir uns auf 3 Grad Erderhitzung zu, das bedeutet hier in Europa Temperaturen von mindestens 40–46 Grad im Sommer und katastrophale Folgen für die Ernten.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen auch, dass sich all die Schadstoffe und Plastikteilchen, die wir in die Umwelt ausbringen, in unseren Körpern wiederfinden. Wir sind untrennbar mit der Natur verbunden, wir sind Natur. In dieser Beziehungskrise zwischen Mensch und Natur liegt auch eine Chance, nämlich die der Heilung und Wiederverbindung. Dafür können wir viel tun, jede:r für sich und wir gemeinsam. Wir können uns wiederverbinden mit den Böden, die uns ernähren, indem wir einer solidarischen Landwirtschaft beitreten. Wir können die Frühlingstage nutzen, um rauszugehen, Kraft zu tanken und für all den Reichtum zu danken, den uns die Natur schenkt. Wir können dort, wo wir leben und arbeiten, Verbündete suchen für ein Leben und Arbeiten, das Menschen und Natur dient.

Wir können gemeinschaftlich etwas bewegen, indem wir uns einer Gruppe anschließen. In Bonn gibt es bereits viele Initiativen, Vereine und Organisationen, die sich für eine nachhaltige und faire Zukunft einsetzen. Ihr findet sie auf der Bonn4Future-Initiativenseite.

Wer keine Zeit hat, aber etwas Geld, kann es in den Wandel in unserer Region investieren, zum Beispiel in die Regionalwert AG. Das ist eine Bürger-Aktiengesellschaft, die Projekte für eine regionale Lebensmittelerzeugung fördert: eine Landwirtschaft, die die ökologischen Grenzen unserer Erde wahrt und erhält – vom Hof bis in die Küche.

In der Krise liegt die Chance, Menschen kennenzulernen, die man sonst nie kennengelernt hätte, und etwas Gutes und Sinnvolles zu tun. Dazu möchte Euch dieser Stadtwandelnewsletter einladen. Und wenn Euch die Stadtwandelnews gefallen, dann leitet sie doch an Freunde weiter oder werdet Bonn im Wandel-Fördermitglied.

Herzliche Grüße von den Bonn im Wandels

 

Das steckt drin
1. News für eine lebenswerte Stadt
2. Aus dem Bonn4FutureKalender
3. Support your local Transition

1. Neuigkeiten

Wasserkämpfe, Wasserfrieden

Wasser wird knapp und ist hart umkämpft, inzwischen auch in manchen Regionen Europas. Das Klimakollektiv hat eine Karte mit den Hotspots der Wasserknappheit in Deutschland erarbeitet, auch das rheinische Braunkohlerevier gehört dazu. Am kommenden Samstag, den 23.3., wird entlang der von RWE geplanten Wasserpipeline eine Protest-Radtour stattfinden. Start ist um 11.00 Uhr am Bahnhof Grevenbroich, von dort geht es nach Dormagen.

Bonn blüht und summt bietet 10 Erstberatungen an

Für Initiativen und Vereine, die gerne Blühstreifen oder -inseln anlegen, können wir in diesem Jahr 10 kostenfreie Erstberatungen anbieten. Dafür danken wir unseren Spender:innen! Meldet Euch bei Dietrich Kolk unter info@bonnsummt.de. (Für Privatpersonen, Unternehmen oder Behörden können wir diese Beratung leider nicht kostenfrei anbieten.)

Unsere Landwirtschaft braucht uns!

Auch in Bonn und Umgebung gibt es Projekte der Solidarischen Landwirtschaft, bei denen sich Bürger:innen mit Gärtner:innen oder auch Imkern zusammenschließen und eine Landwirtschaft mit Zukunft ermöglichen: fair, biologisch vielfältig und regional. Wenn Ihr Lust auf regionales, unverpacktes Bio-Gemüse habt frisch vom Feldund auf eine Gemeinschaft, die Agrarwende möglich macht, dann steigt ein

  • bei der Solidarischen Landwirtschaft Bonn/Rhein-Sieg, die älteste und bisher größte SoLaWi in Bonn. Sie hat ihre Felder in Bornheim. Hier geht es zur Website. Die SoLaWi Bonn/Rhein-Sieg liefert an 8 Depots in der Stadt
  • bei der Solidarischen Landwirtschaft in Alfter. Sie versorgt rund 100 Haushalte in der Nachbarschaft mit regionalem Gemüse und Obst und hat ein Agroforstsystem (Baum-Feld-Wirtschaft) mit Baum-, Beet und Blumenkulturen entwickelt. Hier geht´s zur Website.
  • Auch die SoLaWi Kathringer Grünzeug aus Erpel liefert leckeres buntes Biogemüse nach Bonn und freut sich über Mitglieder. Hier findet Ihr die Abholstationen.
  • Lecker | Klebrig | Regional – Die BienenCoop Bonn überträgt die Grundsätze der Solidarischen Landwirtschaft auf die Imkerei: Transparentes Wirtschaften, Mitbestimmung der Mitglieder, selbstgewählte finanzielle Beiträge und bienenfreundliches Imkern sind die Grundlagen dafür. Es gibt Newsletter, Infotage, an denen die Mitglieder die Bienenstöcke kennenlernen können, gemeinsam wird Honig geerntet und Wachs verarbeitet. Infotermine finden am 20. und 22. März jeweils abends statt. Mehr Infos findet Ihr auf www.bienencoopbonn.com. Interessierte können auch eine Mail schicken an bienencoopbonn@posteo.de

Kostenlose Unterstützung für Engagierte mit nachhaltigen Ideen

Ob für die Nachbarschaftshilfe oder mehr Grün: Engagierten Einzelpersonen und kleinen Initiativen in Bonn, die sich in ihrem Wohnumfeld ehrenamtlich engagieren möchten, bietet der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e. V. in diesem Jahr individuelle Begleitung und Fortbildungen an – kostenfrei! Interessierte können sich noch bis zum 20. März 2024 bewerben. Mehr Infos.

Gründer:innen mit frischen Ideen für Regio-Bioladen gesucht

Freikost Deinet war der erste verpackungsfreie Laden in der Region, die SoLaWiGründer:innen Hilke und Tim Deinet haben damit ihren Traum wahr gemacht. In 10 Jahren hat sich daraus ein vielfältiger Bio-Regio-Laden entwickelt. Auch das Café mit Mittagstisch fand großen Anklang. Nach dieser langen Zeit möchten die Gründer*innen nun neue Wege gehen und suchen Menschen mit frischen Ideen, die Lust haben, die Bio-Regio-Vermarktung zu stärken, egal ob inhaber:innengeführt, als Mitgliederladen oder als Café. Lest hier mehr dazu.

2. Aus dem Bonn4Future-Kalender

Blue Run: Marathon-Mission für Wasser, Frieden und Zukunft  

3. April ab 17.00 Uhr
Haus Mondial, Fritz-Tillmann-Str. 9, 53113 Bonn

Durch eine verheerende Dürre in Kenia erlebte Simon Fischer hautnah die Folgen des Klimawandels. Nun läuft er in 31 Tagen 31 Marathons vom Bodensee über Bonn bis nach Berlin, um darauf aufmerksam zu machen. Am 3. April wird Simon Bonn erreichen und im Haus Mondial über seine Erfahrungen berichten. Anschließend gibt es die Gelegenheit zur Diskussion. Auf der Seite des Weltfriedensdienstes könnt Ihr mehr erfahren. Ihr könnt Simon auch auf Instagram folgen.

Viele weitere tolle Veranstaltungen findet Ihr unserem Mitmach-Terminkalender auf www.bonn4future.de.

3. Support your local Transition

Wandel braucht Know-how, gute Ideen und Finanzierung. Wir arbeiten frei von kommerzieller Werbung. Und wir freuen uns, wenn immer mehr Menschen diese Arbeit unterstützen. Hast du Lust, Teil unseres Förderkreises zu werden? Wir freuen uns auch über jede Spende, die uns die Arbeit erleichtert! Und natürlich über Menschen, die einfach mal mithelfen. Bonn im Wandel e.V. ist gemeinnützig. Unser Spendenkonto bei der GLS Gemeinschaftsbank eG lautet

IBAN: DE79 4306 0967 4132 6875 00

BIC: GENODEM1GLS bei  der GLS Gemeinschaftsbank eG

Bis 300 Euro reicht dieser Kleinspendennachweis und Euer Kontoauszug für die Steuererklärung. Wenn Ihr eine Spendenquittung wünscht und ein dickes Dankeschön, dann schreibt bitte Eure Kontaktdaten in den Betreff der Überweisung. Hier findet Ihr unsere Satzung.

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