Jede Reise beginnt mit der 1. Kiste: Das Stadthausplateau wird essbar

(Von Melanie Kirk-Mechtel) Wer in den nächsten Tagen das Stadthausplateau überquert, wird sich vielleicht wundern. Denn in den grauen Kübeln, in denen bislang Unkraut wucherte, wachsen jetzt Erbsen, Bohnen, Kapuzinerkresse und andere bunte und essbare Pflanzen. In einer Pflanzaktion unter dem Motto „Das Stadthausplateau soll schöner werden“ haben am Samstag MitarbeiterInnen der Stadt Bonn und Bonner BürgerInnen mit tatkräftiger Unterstützung von Bonn-im-Wandel fleißig gejätet und gepflanzt.

Von der Vision bis zur Umsetzung

Anna Guth von der Leitstelle Klimaschutz der Stadtverwaltung Bonn und Studentin Julia Schulze haben sich im Mai beim Auftakttreffen zum Thema „Essbare Stadt“ von Bonn-im-Wandel in der Ermekeilkaserne kennen gelernt. Gemeinsam sind sie mit der Vision gestartet, die unansehnlichen Pflanzkübel auf dem Stadthausplateau zu verschönern.

BeratungIn den zwei folgenden Monaten konnten die beiden Initiatorinnen einige MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung für das Projekt gewinnen, und nach dem Okay durch die Stadt wurden sofort Pläne geschmiedet, wie das Ganze aussehen könnte. Durch die aktive Netzwerkarbeit von Bonn-im-Wandel und verschiedene Aufrufe im Web, formierte sich bald ein buntes Trüppchen an engagierten Helfern, das sich Anfang Juli zum Planungstreffen im Stadthaus einfand. Dort ging es dank Koordinatorin Anna Guth und der fachkundigen Beratung durch die beiden Ermekeilgarten-Gründerinnen Zoe Heuschkel und Anna Wißmann direkt in medias res: Es wurde festgelegt, wie die zwei ersten „Pilot“-Kübel bepflanzt werden sollen und abgefragt, wer was an Material und Pflanzen beisteuern könne.

Das Stadthausplateau wird schöner

Kampf den Kippen und dem UnkrautKnapp zehn Tage später ging es dann los: Bei bestem Wetter wurden die zwei Kübel bepflanzt, die zuvor komplett entleert und mit frischer Erde gefüllt worden waren. Neben Erbsen, Bohnen, Kapuzinerkresse, Zitronenmelisse und verschiedenen (Wild-)Blumen wurde auch ein Baumspinat „Magentaspreen“ gesetzt, der purpurfarbene, essbare Blätter liefert und bis zu zwei Meter hoch werden kann. Erbsengießen

Weitere Kübel wurden von Unkraut und Müll gesäubert. Weil Pflanzgut dank Spenden aus dem Ermekeil- , dem Bonn-im-Wandel- und dem Maxgarten sowie Motivation reichlich vorhanden waren, hat das Gärtner-Team sogar noch weitere Kübel bepflanzt.

Pflanztopf-AschenbecherAußerdem haben die Helfer drei Bänke abgeschliffen und in jedem Kübelbeet einen Blumentopf versenkt – in der Hoffnung, dass Zigarettenkippen künftig dort statt in den Beeten landen.

Nach erfolgreicher Arbeit stärkten sich die Teilnehmer mit vegan-vegetarischen Köstlichkeiten und Das Schleifteamtauschten sich – wie schon den ganzen Tag über – rege aus. Auch die nächsten Schritte wurden abgestimmt. So will das Aktionsteam die Kübel Schilderwerstatt-2-Foto Julianoch bunt anstreichen, Schilder und eine Infotafel anbringen und, und, und… Toll war auch das Gefühl, in fröhlicher Gemeinschaft dazu beizutragen, dass Bonn ein wenig essbarer wird. Und so werden die Teilnehmer nach diesem gelungenen Auftakt sicherlich auch weiterhin dem Projekt treu bleiben und sich tatkräftig und kreativ einbringen.

Ein dickes Dankeschön ging an Anna Guth, die den Boden für dieses Projekt bereitet hat und dafür die allererste Bonn-im-Wandel-Urkunde von Gesa Maschkowski überreicht bekam. Wir sind gespannt, wie es weitergeht mit dem Stadthausplateau und hoffen auf noch viele ähnliche Aktionen!

Stadthausgärtner_innen-Foto Achim Helbig

Text: Melanie Kirk-Mechtel, Fotos von Julia Schulze (l.u.) , Achim Helbig (Gruppenfoto), alle übrigen Gesa Maschkowski

18.07 11:00 Stadthausplateau wird essbar – wirklich!

Stadthaus-Plateau

Was wäre, wenn Du im Beet vor deinem Einwohnermeldeamt Bohnen ernten könntest?

Diese Frage haben sich Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung Bonn und Bonner BürgerInnen gemeinsam gestellt und wollen nun die Vision umsetzen das Plateau vor dem Stadthauseingang schöner zu gestalten, zu bepflanzen und sogar essbar zu machen!

Mit fachkundiger Hilfe von Bonn-im-Wandel, soll sich nun das Stadtplateau in einen Urban Garden verwandeln, der zum gemütlichen Verweilen einlädt und ein Beitrag sein soll zu einer zukunftsfähigen, solidarischen Stadt im Wandel! Wir starten unsere Aktion mit einer Doppelkiste – denn jede große Reise beginnt mit der ersten Kiste …

Die Pflanz- und Verschönerungsaktion findet am Sa, den 18. Juli  von 11:00 -ca 17:00 Es ist geplant ein kleines Barbecue + Mitbringbuffet zu machen, das Energie-wieder-auftanken soll nicht zu kurz kommen.
Wir freuen uns auf euch und sind voller Tatendrang!
lieben Gruß,
Anna und Julia

1.6. Essbare Stadt +Transition Stammtisch

Tomatenpflanzen mit Bonn im Wandel Etikett

Das Motto unseres Stammtisches ist diesmal die “Essbare Stadt Bonn“.  Wer zur essbaren Stadt ein Projekt starten oder mitmachen,  möchte ist herzlich eingeladen, vorbei zu kommen. Wir werden an unserem Visionsplakat weiterschreiben, die Projektbörse ausbauen und weiter an Plänen und Aktionen schmieden. Herzlich willkommen alle, die das Thema interessiert und die mit Kopf, Herz und Hand dabei sein wollen!

Wer wissen will, was bisher geschah, kann hier gucken https://bonnimwandel.de/2015/05/essbares-bonn-froehliches-auftakttreffen-erste-projekte/

Wir freuen uns auf Euch. Wer Lust hat kann auch gerne Ess- oder Pflanzbares mitbringen

Wir treffen uns um 20:00 Uhr im Rudolf-Steiner-Haus, das ist ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs in der Thomas-Mann-Straße 36

Ein Jahr verpackungsfreier Laden – Herzlichen Glückwunsch Hilke und Tim!

Diese Woche ist Geburtstagswoche bei Freikost Deinet. Hilke und Tim laden alle Bonner ein, mitzufeiern mit Kostproben von regionalen Produkten und Freikost-Kaffee-Keksen aus regionaler Herstellung. Wer in der Geburtstagswoche mindestens drei Produkte in eigene Behälter füllt, erhält sogar Rabatt. Letzte Woche hat sich Hilke ein halbes Stündchen Zeit genommen für einen kleinen Rückblick…. „Ein Jahr verpackungsfreier Laden – Herzlichen Glückwunsch Hilke und Tim!“ weiterlesen

9. Mai 17:00 Ideen, Aktionen und Menschen für ein essbares Bonn

Auf dem Frühlingsfest der Ermeikeilinititive wollen wir Pläne schmieden für ein essbares Bonn. Das geht ungefähr so:

Um 17:00 Uhr starten wir mit einer Filmpremiere: Die Gärtnerinnen von zwei  großen Urbanen Gärten Allmende-Kontor Berlin und NeuLand Köln haben kurz den Spaten beiseite gelegt und die Kamera in die Hand genommen. Entstanden sind wunderbare Filme aus den Herzen der Gärten. Wir zeigen einen Film vor und einen nach dem Open Space .

Ab 17.30 Open Space = Offener Raum für ein Bonner Netzwerk Essbare Stadt
Wie sieht Bonn aus, wenn es ECHT ESSBAR Ist? Wie können wir ein aktives und lebendiges Netzwerk für eine essbare Stadt bilden? Was sind unsere ersten Aktionen? Welche Ideen finden an diesem Tag schon Freund/innen? Der Open Space gibt Raum für unsere Ideen und die erste Projekte.

Ort: Ermekeilkarree, Ermeikeilstraße 27, Haus 8 (einmal ganz durch den Garten durch)

Ende ca. 18:30/19:00

Wir danken der Ermekeilinitiative e.V. für die Unterstützung von diesem Event. Wir bedanken uns beim aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V. für die Möglichkeit die Filme vorzuführen!

Fakten zur Essbaren Stadt:

  • Die Essbare Stadt ist klimafreundlich: Essbare Städte sind nicht nur attraktiv, gesund und lecker sondern auch sinnvoll. Nach einer Studie des niederländischen RUAF-Instituts kann man pro Jahr 16 Millionen Transportkilometer sparen wenn man für eine Stadt von ca. 350.000 Einwohner rund 20 % der Lebensmittel lokal erzeugt, das entspricht dem Energieverbrauch von 11.000 Haushalten im Jahr.
  • Essbare Beete sind nicht teurer:  Die Anpflanzung von “Wechselflor” also Blumen die mehrmals jährlich ausgetauscht werden nach dem Motto: “Erst Stiefmütterchen, dann fleißige Lieschen” kostet 58 Euro pro m2, Gemüsepflanzen hingegen 15 Euro pro m2
  • Öffentliche Kantinen als Vorbilder: Die Stadt Kopenhagen hatte im Jahr 2007 beschlossen eine fröhliche gesunde und nachhaltige Ernährungskultur zu schaffen. In den 900 öffentlichen Kantinen, der Stadt, die jeden Tag insgesamt 60.000 Mahlzeiten servieren, sind mittlerweilerweile 75 % der Lebensmittel aus ökologischem Anbau.
  • In Brasilien wiederum gibt es ein Gesetz, das jedem Kind das Recht auf ein Schulessen zuspricht. Dieses Essen muss zu 70 % aus frischen Lebensmitteln zubereitet werden und zu 30 % aus der regionalen Produkten.
  • Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch hat 2013 die Bonn Declarations of Mayors, des Weltbürgermeisterrates zum Klimwandels unterzeichnet, darhin heißt es:  Wir fordern Stadt- und Kommunalverwaltungen auf, stadtweite, ganzheitliche und ökosystembasierte Systeme zur Lebensmittelerzeugung zu entwickeln und einzurichten, die eine Lebensmittelversorgung sichern, dazu beitragen die Armut in den Städten zu beseitigen, die Biodiversität in Städten zu schützen und zu verbessern und die integriert sind in Entwicklungskonzepte zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit (Resilienz) und Anpassungsfähigkeit vor Ort“

Also: Worauf warten wir noch?

Blick in den NeuLand Garten

10 Milliarden – der Film – und wir mittendrin! 02.05.+05.05 im REX

Nicht dass jemand sagt, er hätte es nicht gewusst: Der neue Film 10 Milliarden von Valenthin Thurn wurde auch in Bonn auf dem Messdorfer Feld gedreht. Auf seiner Suche nach Ernährungskonzepten der Zukunft, mit denen man 10 Milliarden Menschen ernähren kann, kam Valentin Thurn auch bei unserer SoLaWi vorbei…

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Gute Stimmung für ein essbares Bonn – 14.04. Stadthauskantine

Du hast Lust auf ein essbares Bonn? Ideen was wir machen könnten? Würdest gerne selbst was tun? Oder uns einfach kennen lernen? Komm vorbei am Dienstag, den 14.04. 2015 im Foyer der Stadthauskantine von 11:00 -14:00 Uhr. Wir machen gute Stimm-ung für ein essbares Bonn „Gute Stimmung für ein essbares Bonn – 14.04. Stadthauskantine“ weiterlesen