Ein Fest für Schokolade und Fahrräder – Schokofahrt 2019

(von Christoph Pierschke) Sonnenschein satt, tolle Menschen unterwegs und gute Stimmung im Sattel: Die Schokofahrt Bonn radelt locker und gut gelaunt in drei Tagen nach Amsterdam. Im Norden der Grachtenmetropole laden die 16 PedalistInnen 180 Kilogramm Fairtrade-Schokolade bei der Manufaktur „Chocolatemakers“ auf. Dorthin wurden die Kakaobohnen vom Segelschiff „Tres Hombres“ transportiert.

Trotz Nieselregen legte die Bonner Schokofahrt am Mittwochmorgen (17.4.) im rosa Bann der Altstadt-Kirschblüte die ersten Meter zurück. Die WDR Lokalzeit Bonn, der General-Anzeiger und die Bonner Rundschau berichteten vom Start am Frankenbadplatz. Das Quartiersbüro Mackeviertel versorgte die 16 Leute von der Schokobande mit belegten Broten und Kaffee.

Unterwegs ins gelobte Land der guten Radwege

Am späten Nachmittag erreichte der Lasten- und Tourenradtross Μönchengladbach. Tolle Menschen vom ADFC beherbergten und bekochten die müden, aber zufriedenen Radlerinnen und Radler.

Unterwegs traf die Bonner Schokobande auf neugierige Passanten in Pulheim, aber auch empörte Autofahrer, deren Parkraum am Markt in Grefrath kurzerhand mit Lastenrädern besetzt wurde. Verkehrswende will eben gelernt werden!

Nach der Grenze bei Arcen rollte die Schokobande endlich über komfortable Radwege durch die Niederlande. Selbst entlang stark von Autos und Lastern befahrener Landstraßen gings für die „fietser“ zügig und stressfrei gen Nijmegen. Bei sommerlichen Temperaturen gabs noch ein Eis vor der Kirche in Gennep, wo die Störche hoch oben klapperten.

Gruppen aus ganz NRW unterwegs nach Amsterdam

Abends empfingen RadaktivistInnen in Nijmegen die Schokofahrt Bonn, kochten und räumten in ihren Wohnungen Platz frei für Isomatten und Schlafsäcke. Für die weitere Tour gabs morgens Porridge, selbstgebackenes Brot und Routentipps und so gings bei unverwüstlichem Sonnenschein auf dem Deich vom Rhein entlang, der hier Waal heißt.

Auf dem langen Weg nach Amsterdam am dritten Tag der Schokofahrt kreuzte die Bonner Ritzelbande immer wieder KollegInnen aus Mönchengladbach oder Essen. Klingelnd radelten die einen über eine Rheinbrücke, während die anderen drunter hinweg rollten. Jede Schokofahrt hatte ihre eigene Route, aber am Freitag Abend fuhren alle begeistert über volle Radwege in Amsterdam. Ziel erreicht!

Kakaobohnen, Kaffee und Rum per Segelschiff

Das große Treffen am Samstag Vormittag bei den „Chocolatemakers“ war ein Fest für Schoko- und Radfans gleichermaßen. Hoch- und Liegeräder standen kreuz und quer mit Lasten- und Tourenräder, das Team vom Segelschiff „Tres Hombres“ verkaufte Kaffee und Rum. Die „Chocolatemakers“ Enver und Rodney verteilten mit ihren fleissigen HelferInnen paletten- und kartonweise die gute „Tres Hombres“-Schoki an die Städte in alphabetischer Reihenfolge. Gut für Bonn! So blieb noch viel Zeit zum Tratschen mit SchokoradlerInnen von nah und fern. Beim Rundgang durch die Schokomanufaktur duftete es nach geröstetem Kakao und vor den Rührmaschinen verführerisch nach heißer, flüssiger Schokolade. Und die Führung bot noch eine gute Gelegenheit für Bonn im Wandel und Abenteuer Lernen vier Kilogramm ungeröstete Kakaobohnen zu erhandeln!

Den Rest des Tages genossen die 16 Bonner RadlerInnen entspannt im überfüllten Amsterdam und ließen Beine und Seelen baumeln. Sonntag um 8 Uhr früh gehts wieder in den Sattel: drei Tage und dreihundert Kilometer schwerbeladen mit süßer Fracht zurück nach Bonn.

Am Dienstag (23.4.) um 18 Uhr rollen die Bonner SchokoradlerInnen auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus ein. Kommt vorbei und begrüßt und bejubelt die grandiose Schokobande!

Aktuelles von unterwegs:
twitter.com/schokofahrtb
instagram.com/schokofahrt.bonn

Gruppe Fahrräder, Lasenräder und Menschen von oben
Gruppenfoto Schokofahrt 2019

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