Mit Pferd und Wagen für eine enkeltaugliche Landwirtschaft

Erlebnisvortrag am 23. Januar um 19.30 im Tannenbusch-Haus

Im Sommer 2016 und 2017 waren Mirjam Anschütz und Kaltblüter Felix mit Kutsche und modernem Pferdearbeitsgerät in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachen unterwegs um auf so vielen Betrieben wie möglich moderne Pferdearbeit vorzuführen. Die Idee dahinter: Viele kleinere oder neu gegründete Gemüsebaubetriebe haben wieder Interesse daran Pferdearbeit einzuführen, wissen aber nicht wie. So hatten die Betriebe die Gelegenheit ganz praktisch zu erfahren, was Pferdearbeit auf dem eigenen Betrieb bedeutet.

Dabei ging es ihnen nicht nur darum, die Pferdearbeit bekannter zu machen, sondern um die Suche nach Alternativen zur industriellen Landwirtschaft überhaupt. So besuchen sie Betriebe die Behinderte oder schwererziehbare Kinder integrieren, Gemüseselbsterntegärten, Betriebe mit Solidarischer
Landwirtschaft, SelbstversorgerInnen, Schulgärten usw.

Pferdearbeit mit moderner Technik

Sie wollten auch zeigen: „Pferdearbeit“ und „modern“ muss kein Gegensatz sein: Es gibt immer mehr neu entwickelte, vielseitige Pferdegeräte wie z.B. die Kassine, mit deren Hilfe auch moderne Anbauverfahren wie Mulchsysteme bearbeitet werden können. Denn Pferdearbeit hat gerade heute viele Vorteile: Sie ist vor allem bodenschonend: Pferdehufe verdichten den Boden wesentlich geringer und dann auch nur punktuell im Gegensatz zu einer durchgängigen Treckerspur. Pferde verursachen keinen Lärm, keine Abgase und verlieren kein Öl. Ganz im Gegenteil führt Pferdearbeit zu einem menschenfreundlichen Arbeiten in Ruhe und mit regelmäßigen Pausen. Deswegen wird sie auch gerne zu Therapiezwecken eingesetzt.

Und: Pferdearbeit kann sogar wirtschaftlich sein: Gerade in kleinen Gärtnereien ist sie dem Trecker in Bezug auf die Anschaffungskosten und die Ausnutzung des Platzes überlegen. Darüber hinaus ist sie ein erhaltenswertes Kulturgut. Um das Wissen zu erhalten und weiterzuentwickeln, muss es Menschen geben, die weiterhin mit Pferden arbeiten.

Um den Vortrag genießen zu können, müsst ihr selbst gar nicht unbedingt etwas mit Pferden zu tun haben – Mirjam und Felix hatten auf ihrer Tour spannende Begegnungen und haben viel Interessantes erlebt.  Und natürlich gibt es auch viele Bilder…….

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