Verfallsdatum für Investorenarchitektur – Die Glosse

In unserer ersten Glosse fragt sich Eva Hüttenhain, wie wir die Herausforderungen der zeitegenössischen Wegwerfarchitektur in Bonn meistern können. Der Bund Deutscher Architekten, der mit dem Verein Forum Stadt Bau Kultur Bonn e.V. die Diskussion über Architektur in die Stadt tragen möchte, scheint dafür der perfekte Ansprechpartner zu sein:

An den Bund Deutscher Architekten Bonn Rhein-Sieg,

Mal ein ganz anderer Gedanke: Da die Neubauten vor dem Hauptbahnhof gewiss nur eine Standzeit (sprich „Lebensdauer“) von rund 20 Jahren haben werden, schlage ich  vor, jetzt sofort mit dem Aufbau Sollbruchstellen einzubauen, an denen demnächst das Zusammensacken und der Abbruch problemlos vollzogen werden kann.

Aus England hörte ich, dass ein Architekt Wachsbausteine zwischen
gefügt und diese nach entsprechenden Jahren geschmolzen hat,
so dass das Gebäude sanft zusammensackte. Ich denke eher an rollende Stahlträger, die dann herausgezogen werden, um das Zusammenbrechen etagenweise gezielt vorzunehmen. Gibt es solche Lösungen? Gibt es einen vorausschauenden Architekten, der so etwas konstruiert?

Angesichts dessen, was dort jetzt vor dem Hauptbahnhof errichtet wird, finde ich die Perspektive der zeitlichen Begrenzung und des gestaltbaren Abbruchs sehr tröstlich.

Mit freundlichen Grüßen
Eva Hüttenhain

2 Antworten auf „Verfallsdatum für Investorenarchitektur – Die Glosse“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.