Gemüse-Suppen-Selbsternteaktion der SoLaWi-Bonn – GA berichtet

Der warme Winter hat uns zum Abschluss der SoLaWi-Saison eine reiche Gemüseernte beschert – mehr als wir selber essen konnten. Eine gute Gelegenheit, um noch einmal zur Selbsternteaktion einzuladen. Gut 40 Menschen waren auf das SoLaWi-Feld in Messdorf gekommen und zogen dann vollbeladen mit Taschen und Säcken voller Lauch, Mangold, Rosenkohl, Wirsing, Rot- und Weißkohl wieder nach Hause. – Der GA hat einen schönen Bericht gemacht! Danke! „Gemüse-Suppen-Selbsternteaktion der SoLaWi-Bonn – GA berichtet“ weiterlesen

Wann Brügge, Neapel und Istanbul untergehen und warum wir in Bonn darüber sprechen müssen

Wenn wir so weiter machen werden Brügge, Neapel und Istanbul nicht mehr am Wasser sondern unterm Wasser liegen, so die neueste Meldung des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Was macht das mit uns und was machen wir eigentlich?

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Solidarische Landwirtschaft Bonn (SoLaWi) auf neuen Wegen – Rückblick und Ausblick

Das erste Jahr eines spannenden Experimentes geht zu Ende. Eine engagierte Gruppe der Initiative „Bonn im Wandel“ hatte schon 2012 damit begonnen, in Bonn eine Solidarische Landwirtschaft vorzubereiten. Ihr Ziel: Die bäuerliche Landwirtschaft vor Ort zu erhalten und in finanzieller und auch ganz praktischer Weise zu fördern. Nun sucht das Team neue landwirtschaftliche Partner. „Solidarische Landwirtschaft Bonn (SoLaWi) auf neuen Wegen – Rückblick und Ausblick“ weiterlesen

Wandel Baum Pflanzaktion

Die Baumpflanzaktion am Transition Sonntag war ein lustiges und inspirierendes Treffen. Es hat Spaß gemacht in einer Gemeinschaft etwas geschafft zu haben und spontane Kreativität aufkommen lassen.Die bunten Schilder und Pfähle zeugen davon. Mit lecker Essen und viel Lachen haben wir die Bäume  an ihren neuen Standort gesetzt, behangen mit guten Wünschen für die Zukunft. Hier ein paar Impressionen…. „Wandel Baum Pflanzaktion“ weiterlesen

28.10. Infoabend Transition Streets – Energiewende-Nachbarschaften

Wie kann man lästige Konsumlaster loswerden, etwas Gutes für unseren Planeten tun und gleichzeitig mit Nachbarn noch eine schöne Zeit verbringen? Ganz einfach, man startet eine Energiewende Nachbarschaft oder „Transition Street“, wie das Projekt in Großbritannien heißt.

Die Energiewendenachbarschaften wurden vom britischen Transition Netzwerk entwickelt. Das Prinzip ist einfach, man redet nicht mehr herum, man fängt mit der Transition zu Hause an: Eine Gruppe Nachbarn oder Freunde trifft sich 6-7 mal und arbeitet gemeinsam ein Handbuch durch, in dem verschiedene Optionen vorgestellt und nach Einsparungspotential bewertet werden. Jede Woche ein anderes Thema: Energie, Ernährung, Mobilität, … Bei der Umsetzung kann man sich gegenseitig unterstützen, miteinander und voneinander lernen und einfach Spaß haben. Die beteiligten Haushalte sparten über 600 Euro ein und 1,2 Tonnen CO2 im Jahr.

Die Unterlagen gibt bisher nur auf Englisch. Wir sehen uns am Montag das Konzept Transition Streets an und überlegen, ob und was wir in Bonn dafür tun wollen, damit  dieses Projekt auch in Deutschland anläuft.

Wir treffen uns am 28.10.2013 um 19:30 in der Stiftung Mitarbeit, Ellerstraße 67
Bitte meldet Euch an, damit wir ein bisschen planen können!
Wir freuen uns auf Euch!

http://www.doodle.com/rm2atn3rcsgurgbw

Wegbeschreibung zur Stiftung Mitarbeit
http://www.mitarbeit.de/wegbeschreibung.html

Einführungskapitel auf Englisch: Transition Streets 1.+Transition Streets-GETTING+STARTED

1. Transition Sonntag – Wunschbaum pflanzen im Internationalen Garten

Bonn im Wandel-Baumpflanzaktion im Internationalen Garten
eine Kooperation mit dem Wissenschaftladen Bonn

Ein Feigenbaum soll am letzten Oktobersonntag zusammen mit einem Apfelbaum seinen Platz in den Internationalen Gärten in Bonn finden. Der Feigenbaum ist ein Geschenk der Youth Future Conference an unsere Transition Initiative. Die Teilnehmeri/innen der Youth Future Conference in Bonn hatten an diesem Baum ihre Zukunftswünsche aufgehängt, zum Beispiel diesen: „Ich träume von einer Gesellschaft, in der es echte Werte gibt, Werte, die sich nicht nur um die Wirtschaft drehen. Ich möchte nicht nur für die Wirtschaft leben, und nicht nur wegen des Geldes arbeiten…!“

Wir möchten diesen schönen Anlass nutzen, um das Gartenjahr zu beenden, aber auch unseren ersten Transition-Sonntag zu starten. Von 13:00-15:00 findet die Pflanzaktion statt und ab 15:00 gibt es Mitbring-Kuchenbuffet und Getränke, Zeit zum Austausch und Netzwerken.

Bringt gute Laune, Kaffee&Kuchen, eigene Teller und Tassen mit, und wer mag auch einen Spaten. Ein Dankeschön an den Wissenschaftsladen Bonn, der diese Aktion tatkräftig unterstützt! Falls es regnen sollte, gibt es ein schönes Plätzchen zum Unterstellen, Wir freuen uns auf Euch!

Die Internationalen Gärten und die Grüne Spielstadt liegen auf dem Gelände der alten Stadtgärtnerei an der Ecke „Im Dransdorfer Feld/An der schwarzen Brücke“:

Weg-Internationale Gärten-Spielstadt-

Anfahrt mit dem Auto: Nach Autobahnausfahrt Bonn-Endenich rechts, Straße ‚Auf dem Hügel‘ Richtung Dransdorf; hinter Eisenbahnbrücke links abbiegen zur hangseitig ansteigenden Straße ‚Auf dem Dransdorfer Berg‘; oben links in die Straße „An der alten Stadtgärtnerei“ einbiegen und auf dem Wiesenstreifen rechts diagonal zum Weg parken. Dann zu Fuß weiter geradeaus bis zum Feldweg: ‚Im Dransdorfer Feld‘, links zum separaten Eingang der Grünen Spielstadt am Feldweg ‚An der Schwarzen Brücke‘

Anfahrt mit dem Fahrrad: Wie oben, die Fahrräder können am FAhrradständer im Eingangsbereich der Grünen Spielstadt angeschlossen werden. Anfahrt aus anderen Richtungen (Endenich, Duisdorf usw.) auch übers Meßdorfer Feld möglich!
Bus ab Hauptbahnhof: Linien 610, 611, Haltestelle ‚Hans-Sachs-Straße aussteigen; die Siemensstraße überqueren, Straße „Auf dem Dransdorfer Berg“ den Hang hoch laufen, oben links in den asphaltierten Weg „An der alten Stadtgärtnerei“ einbiegen. Ca. 200 m weiter links liegt der Eingang nahe der Weggabelung ‚Im Dransdorfer Feld’/’An der Schwarzen Brücke‘ (ca. 5 min).
Mehr zu den Internationalen Gärten

 

Transition Town – Was ist das eigentlich? – Eine kleine Reise durch die Ideen, Konzepte und Projekte

Es gibt sie in Bielefeld, Bonn und Berlin, in Sao Paolo, Portugal und New York –  Transition Town Initiativen, zu deutsch: Städte im Wandel. In Deutschland sind es mittlerweile 80, weltweit über 1000. Was bewegt so viele Menschen, sich für eine nachhaltige Gesellschaft zu engagieren?…

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Wie lebt´s sich mit weniger Öl? – Erster Peak Oil-Bericht für eine deutsche Stadt

In Münster wurde der erste Peak Oil Bericht für eine deutsche Stadt vorgestellt. Er ist Ergebnis eines interdisziplinären Seminars an der Uni Münster. Matthias Wanner, Transition Münster und Initiator des Seminars spricht im Interview über den Bericht, das Seminar und eine sehr erfolgreiche Veranstaltung

Matthias, ihr habt an der Uni Münster nicht nur das erste interdisziplinäre, studentisch organisierte Seminar über Peak Oil veranstaltet, ihr habt auch noch einen Bericht darüber geschrieben und das Ganze dann am 04.07 der Öffentlichkeit vorgestellt, darf man gratulieren?

Oh ja, es war fantastisch! Die Zusammenarbeit im Projekt hat großartig geklappt und auch die Abschlussveranstaltung war ein großer Erfolg! 80 Personen waren angemeldet, und über 150 sind gekommen! Irgendwann habe ich aus dem Fenster geguckt und gesehen, dass die Leute bis auf die Straße Schlange stehen, um reinzukommen. Schlange stehen für Infos über Peak Oil! Das war ein toller Moment und die ganze Veranstaltung hat die gute Stimmung, mit der wir das Projekt aufgebaut haben, weiter in die Stadt getragen..

 Was hat denn so viel Spaß gemacht?

Es hat sehr viel Freude gemacht zu zeigen, dass man so einen Bericht partizipativ schreiben kann, dass man auf studentischer Ebene interdisziplinär zusammenarbeiten kann und es war schön, das Projekt nach dem Bericht auch öffentlich abzurunden. Auch die Anerkennung, die wir für das Projekt bekommen ist toll. Wir haben Rückmeldungen bekommenen, dass unser Bericht eine Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaf geschaffen hat. Und das Publikum auf der Abschlussveranstaltung war sehr durchmischt, Jung und Alt, Studierende aus unterschiedlichen Fachrichtungen, Vertreter_innen von Parteien, der Stadt, der Uni, Organisationen und aus zahlreiche gesellschaftliche Gruppen.

Was ist eigentlich ein Peak-Oil-Bericht?

Gute Frage! Es gibt sehr unterschiedliche Peak-Oil Berichte. Grundsätzlich ist das eine strukturierte Arbeit über das komplizierte Thema Peak Oil, eben das Erdölfördermaximum, die Auswirkungen davon auf unsere Gesellschaft und mögliche Umgangsweisen damit. Wir haben zu Beginn unserer Arbeit mehrere Berichte systematisiert u. a. nach ihrer Analyseebene – also wird das Problem auf globaler, nationaler, Landes- oder Städteebene untersucht – sowie der Frage ob konkrete Handlungsempfehlungen erstellt oder spezifische Preisszenarien verwendet werden. Allen gemeinsam ist das Thema der schwindenden Ressource Erdöl, und dass sie fragen, wie stark unsere Gesellschaft davon abängig ist.

Was erwartet einen, wenn man das Büchlein liest?

Es ist ein 1Peak Oil Bericht10 Seiten langer Bericht, der einerseits wissenschaftliche Kriterien genügt und gleichzeitig allgemeinverständlich sein möchte. Wir haben zwei inhaltliche Schwerpunkte, einmal zur Frage “Was ist Peak Oil überhaupt?” und dann die kleinen Untersuchungen aus dem Projektseminar der Stadt Münster in den Sektoren Energie, Transport/Mobilität, Wirtschaft, Ernährung/Landwirtschaft, Gesundheit und private Haushalte/soziale Kohäsion. Im methodischen Teil berichten wir über die Durchführung des Projektes und plädieren für mehr transdisziplinäre Transformationsforschung. Wir müssen mit unserem Wissen aus der Uni raus in die Gesellschaft und gemeinsam überlegen, wie wir denn an dem Thema weiterforschen und Strukturen verändern können. Deshalb war uns auch das Knüpfen zahlreicher Kontakte in die Stadtgesellschaft ein großes Anliegen.

Wie kamt Ihr auf die Idee ein Peak Oil-Seminar zu veranstalten?

Das Projekt ist entstanden aus den Fragen: “Wie bekomme ich verschiedene Welten zusammen? Wie können wir Studierenden ermöglichen, sich mit transformativen Themen zu beschäftigen? Wie kann man die Stadt mit einbeziehen, das Thema Peak Oil stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken und wie können wir als Veranstaltende noch etwas dabei lernen?” So entstand dann die Idee für eine freie, partizipative Seminarveranstaltung, die das Thema Peak Oil aufgreift und dafür sorgt, dass das Ganze öffentlichkeitswirksam aufbereitet wird und Menschen den Impuls aufnehmen können.

 Wie viele Leute haben an dem Projekt mitgearbeitet?

Das Seminar haben wir zu fünft organisiert mit teilweise wechselnden Mitgliedern und gemeinsam mit Prof. Tillman Buttschardt. Den Bericht haben wir zu neunt geschrieben. Zu Beginn gab es vier öffentliche Vorlesungen mit etwa 100 Teilnehmenden, im Seminar sind wir dann mit 46 Studierenden gestartet von den 35 übrig geblieben, die in 16 Kleingruppen gearbeitet haben.

Welche Erfahrungen habt ihr mit diesem Lehrformat gemacht?

Es war interessant zu sehen, wie schwer sich das universitäre System mit einer offenen Veranstaltung tut, wie wenig Raum und Zeit die Studierenden haben, um sich so einem Projekt zu widmen und wie lange sie brauchen, um zu verstehen, “Hej, das hier ist eine Möglichkeit für mehr selbstbestimmtes Lernen und Forschen!”. Die Hälfte der Teilnehmenden fand das super und die andere Hälfte hat sehr klar zurückgemeldet, dass sie zu sehr auf der Meta-Ebene eingebunden wurde. Da wird sehr schnell klar, interdiszipliniäre Forschung braucht eine andere Rahmung und Förderung.

 Wie habt die Präsentationsveranstaltung gestaltet?

Wir haben ein klassisches Veranstaltungsformat mit Bürger_innenbeteiligung gestaltet. Das umfasste Informationen, einen stilvollen Rahmen, kleine Häppchen aus der solidarischen Landwirtschaft, Zeit zum Austausch und Vernetzen. Begonnen haben wir mit dem Info-Teil zu Peak Oil allgemein und unserem Bericht. Danach haben wir an neun verschiedenen Thementischen zur Vernetzung und zum Austausch eingeladen. Zu jedem der o.g. Sektoren gab es einen Tisch und dann noch Tische zu Transformationsforschung, zur Transition-Initiative Münster und einen Tisch zur Kampagne Divestment, bei der es um finanziellen Rückzug öffentlicher Gelder aus fossilen Unternehmungen geht. Zum Abschluss gab es dann noch ein Plenum mit Kurzpräsentation der Ergebnisse und der weiteren Vernetzungsmöglichkeiten.

Wie geht es jetzt weiter?

Ich habe das Gefühl, dass das bei einigen Stellen in der Politik das Interesse gewachsen ist. Unsere 60 Berichte sind alle weg, die wurden uns förmlich aus den Händen gerissen. Ich denke wir haben in der Stadt auch ein Stück Agendasetting betrieben. Was auf jeden Fall weitergeht ist, dass wir das Projekt auf verschiedenen Veranstaltungen präsentieren, beispielsweise auf der Tagung Zukunftsfähiges Münster und einem Bürger_innenforum im November. An dem Abend selbst wurde ein kleines Projekt gegründet zur Untersuchung von einem 100%-regional ernährten Münster. Und ich denke, uns ist ein guter Schulterschluss gelungen zwischen dem lokalen Thema Peak Oil und der internationalen Kampagne Divestment.

Ansonsten ist das Ganze ein langsamer vorsichtiger Prozess, Wenn die SPD jetzt Anträge für urbanes Gärtnern in den Stadtrat einbringen möchte, dann ist das schon toll oder wenn sich die Linke mehrere Stunden mit uns zusammensetzen möchte und diskutieren wie man das weiterbringen kann. Auch überregional gibt es ein großes Interesse, beispielsweise aus Oldenburg, Baden Württemberg, von der LAG NRW usw.. Es gibt an unserer Uni leider gerade kein Anschlussprojekt, aber wir haben von verschiedenen Unis die Rückmeldung bekommen “Cool so etwas machen wir auch”, z. B. Potsdam, Erlangen oder Kiel. Und man weiß ja auch nicht was der Bericht ansonsten noch los tritt. Häufig werden Einzelimpulse ja erst einmal auf unterschiedlichen Ebenen verarbeitet und dann später aufgegriffen und weiterentwickelt.

 Vielen Dank Dir und noch viel Erfolg in Münster!!

 Interview. Gesa Maschkowski

27.05. Info-Stammtisch für Transition Interessierte

Wer etwas über unsere Transition Initiative in Bonn wissen möchte, mitmachen oder selbst ein Projekt starten, ist herzlich eingeladen zu unserem Infostammtisch im schönen Cafe Karl, denn dort erfährt man life und in Farbe deutlich mehr als auf dieser Website.

Wir treffen uns am Montag, den 27.5. ab 20:00 Uhr. Es werden Mitglieder aus der Kern-Gruppe da sein und auch aus den Themengruppen, um Fragen zu beantworten, Ideen weiterzuspinnen und neue nette Leute aus Bonn kennen zu lernen.

Der Info-Stammtisch findet alle zwei Monate am 4. Montag im Monat statt, also das nächste Mal am 22. Julii.

Wir freuen uns auf Euch!

Das Cafe Karl befindet sich in der Vorgebirgsstraße, Ecke Kaiser-Karl Ring, ganz in der Nähe vom August-Macke Haus.

http://www.cafekarl.de/

Geburtsstunde der SoLaWi in Bonn: Impressionen vom Gipfeltreffen 2.0

Am 6. April ungefähr um 14:00 Uhr war es soweit. Zum ersten Mal haben sich fast alle Mitglieder der frisch gegründeten solidarischen Landwirtschaft auf Gut Ostler getroffen, zur Vollversammlung, gewissermaßen. Plötzlich waren sie da: Junge und Alte, Singles, Kinder, Eltern,.. mindestens 100 Menschen haben sich auf dem Hof getroffen. Sie kamen aus unterschiedlichen Richtungen, Zusammenhängen und Beweggründungen und haben sich zusammengetan, damit ein großes Gemeinschaftsprojekt Wirklichkeit wird. Der Traum von einer Lebensmittelerzeugung, in der die Landwirtschaft und die Menschen, die diese Arbeit tun, wieder wertgeschätzt werden. Eine Lebensmittelerzeugung, die uns ein Stück unabhängiger macht von globalen Märkten, hochverarbeiteten und verpackten Produkten und langen Transportwegen. Ich war überwältigt von den vielen Menschen, ihrem Engagement, ihrer Freude, hätte am liebsten gleich mit jeder und jedem geredet: „Warum machst du mit? Was sind deine Hoffnungen?“ Zum Glück war Andi Rüther mit seiner Kamera dabei und hat ein paar Stimmen eingefangen (Klick aufs Bild):

SoLaWi- in einem Wort?

SoLaWi in einem WortDie Mitglieder beteiligen sich jetzt für ein Jahr mit einem individuellen monatlichen Beitrag an den Betriebskosten des Hofes. So kann der Hof Arbeitskräfte beschäftigen, Anschaffungen machen und die Gemüseproduktion wieder ausweiten. Sie packen auch mal mit an, wenn Hilfe gebraucht wird. Bei den ersten Arbeitseinsätzen letzte Woche haben über 20 Menschen mitgemacht. So waren in Windeseile Gewächshäuser ab- und wieder aufgebaut, Kompost verteilt und Pflanzen gesetzt. Auch die Verteilung der Ernte organisieren die SoLaWisten gemeinsam.

 Startschwierigkeiten durch Kälte

Foto: Andi Rüther
Foto: Andi Rüther

Der kalte März und April macht allerdings nicht nur den Spargelbauern Sorgen, auch die ersten Lieferungen der SoLawi werden wegen Kälte schlichtweg ausfallen. So gab es zum Start der SoLaWi-Saison für alle erst einmal ein großes Paket Weizen, Salat und Wurst aus der „Vor-SoLaWi-Zeit“. Wenn jetzt die Temperaturen steigen, dann muss die SoLaWi gut 6 Wochen aufholen, es müssen so viele Pflanzen wie möglich in die Erde. Vielleicht ist die Kälte schon auf den Klimawandel zurückzuführen, liest man im Bonner General-Anzeiger. Die SoLaWi wird daraus lernen, sich im nächsten Jahr anders darauf vorbereiten, zum Beispiel mit. Einmachen und Konservieren, was im Sommer so reichlich anfällt und damit für den nächsten Winter vorsorgen. Ohnehin wird das ganze Jahr ein intensives Lernjahr. Das Modell ist zukunftsfähig, sowohl für den Hof, also auch für die Verbraucher. Anders als die industrielle Lebensmittelproduktion und Verarbeitung, die nur funktioniert, solange es noch preiswerte fossile Rohstoffe gibt und solange die Umweltkosten der Allgemeinheit aufgebürdet werden.

Handeln statt labern

„Bonn im Wandel, das ist doch was Offizielles, die bekommen doch bestimmt Fördergelder“, meinte eine Teilnehmerin. Nein, Bonn im Wandel ist nichts Offizielles. Bonn im Wandel, das sind Menschen, die träumen von einer Stadt, die zukunftsfähig ist, fair ist, gesund, enkeltauglich, solidarisch mit uns und dem Rest der Welt. Eine Stadt, die Natur und Mensch beschützt und sich fit macht für die Herausforderungen des Klimawandels und dem Ende der fossilen Ressourcen. Wir haben angefangen, unsere Träume umzusetzen, jetzt, in unserer Freizeit, mit nichts als Engagement, Know-How, Gemeinschaft und einem guten Netzwerk. Das SoLaWi-Projekt ist eines von mehreren „Bonn-im-Wandel“- Projekten, die im vergangenen Jahr gestartet sind. Es war gutes Stück Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes, mit vielen, vielen Gruppentreffen, Diskussionen, Infoveranstaltungen, Newslettern, Zeitungsartikeln, Gesprächen und viel Organisationsaufwand. Ein Jahr, das sich gelohnt hat, jede Stunde, jede Minute, denn am Samstag haben wir die erste SoLaWi in Bonn geboren, mit mindestens 80 tollen Taufpaten.

Foto: Andi Rüther
Foto: Andi Rüther

Weitere Infos

  • Einige wenige Mitglieder, kann die SoLaWi noch aufnehmen. Wer mehr über Regeln und Selbstverständnis wissen will und sich anmelden will findet alle Informationen in diesem Artikel.
  • Und hier noch ein Link-Tipp von Christiane Süverkrüp, die uns schon mit vielen tollen Rezepten versorgt hat: Passend zur ersten Lieferung ein kostenloses Getreidekochbuch

Gesa Maschkowski