3. BonnEssBar: Zauberhafte Apfelernte in Wachtberg

Eigentlich ist Dorothee Hochgürtel Apothekerin, aber ihr Herz hängt an den Äpfeln. „Das Pflücken ist für mich wie Meditation“, sagt sie. Manchmal braucht sie allerdings viele Hände, zum Beispiel beim Apfelbäume schütteln. Das war genau das richtige für unsere Bonn-im-Wandel Ernteaktion in der letzten Septemberwoche.

Der Spätsommer meinte es gut mit den großen und kleinen Apfelpflückerinnen, die erwartungsvoll vor dem Hoftor am Kesselsberg in Wachtberg Züllighofen standen. In der Scheune die ersten Großkisten voller Äpfel, im Lager köstlicher Saft. Den Hof haben Dorothee Hochgürtel und ihre Familie mit viel Energie selbst aufgebaut. Auf dem Dach Fotovoltaik, auf der Weide Heidschnucken, eine alte Schafrasse. Nach einer kleinen Einführung gings mit dem Hänger auf die Apfelbaumwiese. Auf den Wiesen rund um den Bioland-Hof stehen über 100 alte Apfelsorten. Alle selbst gepflanzt und selbst geschnitten. Unter den Bäumen sorgen die Schafe und Ziegen für Ordnung. Diesmal waren der Boskoop und der Kaiser Wilhelm dran – zwei Sorten gut zum Backen, Saften oder auch als Tafelapfel. Die jungen Bäume wurden mit der Hand gepflückt, ein großer alter Ast für Ast geschüttelt. So kamen mit 40 großen und kleinen Händen gut eine Tonne Äpfel zusammen und ganz nebenbei auch ein paar neue Erkenntnisse. Äpfel können zum Beispiel Sonnenbrand bekommen, wenn es zu heiß ist, erklärte Hochgürtel. Das Wetter hat dieses Jahr den Äpfeln stark zugesetzt. Dank der Vielfalt gibt es aber dennoch eine passable Ernte.

Manchmal fragt man sich, warum es so kompliziert geworden ist, so schöne einfache Dinge zu machen. Nach zwei schönen Stunden, gingen jedenfalls alle Erntehelfer*innen hochzufrieden mit vielen neuen Erfahrungen, Kontakten und einem Schwung selbstgeernteter Äpfel nach Hause. Auch vom leckeren Saft gabe es eine Kostprobe. Der Renner bei den Kindern ist der sortenreine Saft von Rheinischen Bohnapfel, erzählt Hochgürtel. Denn auch Umweltbildung gehört in ihr Programm. Danke für diesen schönen Nachmittag! Die Einladung fürs nächste Jahr steht.

Text: Gesa Maschkowski
Fotos: Gesa Maschkowski und Claus Breuer (danke!)

 

 

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