SoLawi – Seid Ihr dabei?

Die Gruppe „Nachhaltige Lebensmittelversorgung“ von Bonn im Wandel war sehr aktiv in den vergangenen Wochen. Jetzt steht die Gründung der ersten solidarischen Landwirtschaft in Bonn auf Gut Ostler kurz bevor. Das SoLawi Jahr wird am 1. April 2013 starten. Wer in diesem Jahr ernsthaft daran interessiert mitzumachen, ist herzlich eingeladen, sich jetzt zu beteiligen und anzumelden. „SoLawi – Seid Ihr dabei?“ weiterlesen

Zukunft 2030: Wir haben gelernt – ein Beitrag von Michael Beleites

„Wir haben gelernt, dass nicht nur die Kirche im Dorf bleiben muss, sondern auch die Bauern und der Ba?cker, der Tischler, …. “ schreibt Michael Beleites, Landwirt und Mitbegründer der Umweltbewegung in der ehemaligen DDR in seiner Zukunftsvision.

Die Frage „wie sieht eine positive und schöne Zukunft aus – und was können wir heute dafür tun?“ gehört zu den Kernfragen, der Transition Bewegung. Und wir sind glücklicherweise nicht die einzigen, die dieser Gedanken bewegt. In dieser Stadt, überall im Land, in Europa und auf der Welt verbreiten sich in den letzten Jahren die so genannten postmateriellen Werte. „Eine globale Transformation der Werthaltungen hat bereits begonnen“, heißt es im Bericht des Wissenschaftliche Beirates der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU).

Damit positive Zukunftsszenarien eine Chance bekommen, müssen wir sie mit (einander) teilen, uns Zeit dafür nehmen und auch den Mut, sie auszusprechen. Michael Beleites hat dies kürzlich auf der Veranstaltung „Sachsen 2030 – Quo vadis?“ von der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung getan. Wir danken für die Genehmigung zur Verlinkung. Danke auch an Norbert Rost, der diesen Beitrag veröffentlicht und beworben hat!

Zukunft 2030: Wir haben gelernt.

(Michael Beleites)
Die eigentliche Krise haben wir wohl noch vor uns. Es ist zu befu?rchten, dass irgendwann das auf Verschuldung gebaute Spekulationssystem aus dem Ruder la?uft. Es ko?nnte sein, dass die Finanzkrise eines Tages zu einer drastischen Geldabwertung fu?hrt, die die gesamte westliche Welt betrifft – und diese unmittelbar in eine schwere O?lkrise einmu?ndet. Aus einer O?lkrise erwa?chst hier schnell eine Mobilita?ts- und Produktionskrise. Und daraus folgt eine Versorgungskrise. Nach 75 satten Jahren ko?nnte wieder Hunger einkehren. Es ist keineswegs auszuschließen, dass auch ku?nftig Notzeiten kommen, in denen sehr viele Menschen hungern und auch verhungern; frieren und auch erfrieren. Auch in Sachsen.

Im Jahr 2030 ko?nnte das Schlimmste schon u?berstanden sein. Und wir haben gelernt – jedenfalls diejenigen von uns, die dann noch da sind.

  • Wir haben gelernt, dass man Geld und Aktien nicht essen kann.
  • Wir haben gelernt, dass uns eine zentrale Versorgung mit Energie und Nahrung verwundbar macht.
  • Wir haben gelernt, dass eine gesunde Gesellschaft eine breite ba?uerliche und handwerkliche Basis braucht, die eine regionale Selbstversorgungsfa?higkeit sichert.
  • Wir haben gelernt, dass das Wohlstandsniveau einer instabil verfassten Gesellschaft mit ihrer Fallho?he identisch ist.
  • Wir haben gelernt, dass es besser ist, wenn mehr Menschen in den Do?rfern leben und dass die Entfremdung zwischen Stadt und Land u?berwunden werden muss.
  • Wir haben gelernt, dass es nicht gut ist, Ha?user ohne Keller zu bauen, in denen man keine Kartoffeln, Mo?hren und A?pfel einlagern kann.
  • Wir haben gelernt, dass es nicht gut ist, Ha?user ohne Schornsteine zu bauen, in denen man nicht selber mit Holz heizen kann.
  • Wir haben gelernt, dass nicht nur die Kirche im Dorf bleiben muss, sondern auch die Bauern und der Ba?cker, der Tischler und der Schmied, der Laden und die Kneipe, der Arzt und der Pfarrer, die Schule und der Bu?rgermeister.
  • Wir haben gelernt, dass eine gro?ßere Wertscha?tzung der Bauern und Handwerker und ihrer Produkte mit gesunden Nahrungsmitteln und haltbaren Gebrauchsgu?tern belohnt wird.
  • Wir haben gelernt, dass wir auf einem endlichen Planeten leben, auf dem grenzenloses Wachstum ein gefa?hrliches Hirngespinst ist.
  • Wir haben gelernt, dass Wettbewerb ein falsches Leitbild ist, weil er soziale und o?kologische Beziehungen aushebelt, desintegriert.
  • Wir haben gelernt, dass das Allgemeininteresse etwas vo?llig anderes ist, als die Summe konkurrierender Einzelinteressen.
  • Wir haben gelernt, dass eine gesunde Gesellschaft wie ein Organismus funktioniert, wo die verschiedenen Organe sich gegenseitig dienen und das Ganze zusammenhalten – und die Teile nicht in einem sinnlosen Kampf aller gegen alle stehen.
  • ….

Weiter geht es auf der Seite  peak-oil.com von Norbert Rost

Einladung zum Info Abend Regionalwährung Bonn/ Rhein-Sieg

Was vor fast einem Jahr beim „Tag der Ideen“ in der Waldorfschule Tannenbusch seinen Anfang nahm, soll nun umgesetzt werden: eine Regionalwährung für Bonn / Rhein-Sieg. Seit gut einem Jahr beschäftigt sich die Gruppe Regionalwährung mit unterschiedlichsten Konzepten und Ideen und möchte jetzt die ersten Planungen vorstellen und diskutieren.

Ins besondere geht es um die Fragen, wie man eine Regionalwährung zum Nutzen des Gemeinwohls einsetzt. Nach einer intensiven Analyse und dem Abwägen von Vor- und Nachteilen verschiedener Modelle, haben wir uns nun für eine der vielfältigen Möglichkeiten entschieden.

Um diese Idee und unsere Initiative bekannt zu machen, laden wir alle interessierten Personen herzlich zu unserer ersten offiziellen Informationsveranstaltung ein:

Ort: Im „Kleinen Saal“, Freie Waldorfschule, Stettiner Str. 21, Bonn-Tannenbusch

Wann: Dienstag, 05.02.2013 um 19:00 Uhr

Agenda
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1, Begrüßung
2. Video-Beitrag zum Thema (ca. 10 min)
3. Vom „Tag der Ideen“ bis heute
4. Regionalwährung für Bonn / Rhein-Sieg
a) Vorteile
b) Name
c) Konzept
d) Die nächsten Schritte
e) Start-Termin
5. Ausblick

Es wird sicher ein sehr kurzweiliger Abend – kommt also reichlich, wir möchten ein starkes Signal setzen! Wir freuen uns auf Euch!

Ansprechpartner: Klaus Zweiacker, k.zweiacker@gmx.de

P.S.: Damit wir planen können, freuen wir uns über eine Anmeldung

http://www.doodle.com/kchvmifut34z8p57

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Erste Informationen zum Thema findet Ihr hier:
Titel: Neues, zinsfreies Geld schaffen
Interview mit Prof. Margrit Kennedy
Spieldauer: 17:26
http://www.youtube.com/watch?v=akdv8N-5WIk
Titel: Was ist Regionalgeld?
Von: Norbert Rost
Spieldauer: 10:08
http://www.youtube.com/watch?v=mOk6ockVU7s

 

Transition Netzwerk erhält EU-Preis "Innovation für ein Nachhaltiges Europa"

Zum Ende des Jahres kommen gute Nachrichten aus Brüssel: Vergangenen Mittwoch bekam das Transition Netzwerk den 1. Preis „Innovation für ein Nachhaltiges Europa“, vergeben vom Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA). Jedes Jahr zeichnet der EWSA Organisationen in ganz Europa aus, die bemerkenswerte und innovative Projekte durchführen, und die zur Stärkung der Gesellschaft und des bürgeRschaftlichen Engagements beitragen. In der Preisrede des Kommitees heißt es “The strong European dimension of Transition Network projects does justice to the overall objective of the prize, and the 2012 theme: ‘Innovate for a Sustainable Europe!

Rob Hopkins und Filipa Pimentel bei der Preisübergabe. Quelle: transitionculture.org

Der Preis ist eine große Anerkennung für das Transition Town Konzept, für die beeindruckenden Projekte und alle Menschen die sich in dieser Bewegung engagieren, meint Filipa Pimentel, die sich für Transition Netzwerk in Brüssel einsetzt. Der Preis honoriert auch das Reconomy-Project des britischen Netzwerkes, das Transition Initiativen dabei unterstützt, soziale und nachhaltige Unternehmen zu gründen, schreibt der Gründer des Netzwerkes Rob Hopkins in seinem Blog.

So ein Preis fällt natürlich nicht vom Himmel. Der Nominierung war das  EU-Projekt „Energy goes local“ vorangegangen. Dazu gehörte ein Vortrag von Filipa Pimentel im EWSA-Auschuss, der von den Mitgliedern mit „standing ovations“ honoriert wurde. Anschließend haben 19 Mitglieder des Ausschusses Transition Initiativen in ganz Europa besucht.

Prof. Gerhard Wolf bei seinem Besuch auf Gut Ostler

Ein Vertreter dieses Ausschusses, Prof. Gerhard Wolf, war im September in Bonn und hat sich auf Gut Ostler über die Transition Initiative „Bonn im Wandel“ und die solidarische Landwirtschaft informiert. Das Projekt „Energy goes local“ ist noch nicht ganz abgeschlossen, hatte aber bereits positive Auswirkungen. So haben Mitglieder des EWSA-Ausschusses die Jahreskonferenz des britischen Transition Netzwerk in London besucht und sich dafür eingesetzt, dass das Transition Netzwerk für den Preis nominiert wurde.

Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung, denn sie zeigt nicht nur, dass die Transition Bewegung ein tolles und erfolgreiches Netzwerk ist, sondern dass die Ideen, Projekte und Botschaften auch in der Politik Resonanz und Anerkennung finden. Diese guten Nachrichten machen Hoffnung die wir gerne mit ins nächstes Jahr nehmen.

Gesa Maschkowski

Solidarische Landwirtschaft in Bonn – es geht los!

Wer wieder wissen möchte, wo seine Lebensmittel herkommen und wer sie anbaut, wer Lust hat auf ökologische, regionale, saisonale, frische Lebensmittel aus Bonn und wer dafür Gleichgesinnte sucht, wem die Erhaltung unserer Böden, unserer Nutztier- und Nutzpflanzenvielfalt wichtiger ist als hoher Ertrag, ist hier richtig aufgehoben.

Worum geht’s:
Solidarische Landwirtschaft ist eine geniale Erfindung: Verbraucher und Landwirte tun sich zusammen und bilden für ein Jahr eine Wirtschaftsgemeinschaft. Die Verbraucher übernehmen die Betriebskosten und erhalten im Gegenzug frische, gesunde, lokale und ökologische Lebensmittel. Der Landwirt hat Planungssicherheit und begeisterte Abnehmer für seine Produkte. 29 „SoLawi´s“ gibt es mittlerweile in Deutschland, in Japan sind es gut 40 % aller Betriebe.

Seit mehreren Monaten arbeiten wir nun, gemeinsam mit Dr. Martin Baumgart von Gut Ostler, daran dieses Modell auch  in Bonn einzuführen. Im April möchten wir starten.
An unserem Info-Abend im November haben wir erklärt

–    was solidarische Landwirtschaft ist,
–    wie das in Bonn aussehen kann,
–    wie der Stand der Planungen ist,
–    und wie man mitmachen kann.

Wir freuen uns auf jede(n) MitmacherIn

Hilke Gieseke und die Gruppe Nachhaltige Lebensmittelversorgung
Gesa Maschkowski für die Transition Initiative „Bonn im Wandel“
Dr. Martin Baumgart, Gut Ostler

 

PS: Wer nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte, aber gerne Informationen über die SoLawi in Bonn bekommen möchte, kann sich in unsere SoLawi Mailingliste eintragen. Das geht ganz einfach:

Einfach auf dieser Seite anmelden:
http://www.webtecc.com/mailman/listinfo/solawi

Falls der Link nicht funktioniert, bitte in die Befehlszeile des Browsers kopieren, dann geht´s.

Als Antwort auf die Registrierung wird an die eingetragene Mail-Adresse eine Bestätigungs-Email verschickt. Bitte den Instruktionen in der Mail folgen und auf den entsprechenden Link klicken, dann ist die Anmeldung vollständig.

Oder an solawi@bonn-im-wandel.de schreiben.

 

 

 

 

 

General-Anzeiger berichtet: Auf dem Weg in die postfossile Gesellschaft

Zum Ende der Garten-Saison startet der GA-Redakteur Martin Ochmann im Villicher Gemeinschaftsgarten eine Reise durch die urbanen Gärten in Bonn, in denen nicht nur Kartoffeln geerntet werden sondern auch Gemeinschaft kultiviert und die Hoffnung auf eine umwelt- und menschfreundliche Zukunft. Wir sagen Danke für das Interesse und diese tolle große Geschichte!

Zum Artikel geht es hier: Bonner General-Anzeiger 3.11.2012 

Text:Martin Ochmann
Fotos: Barbara Frommann

Was wären wir ohne Würmer?

Blick in die Wurmkiste

Zugegeben, besonders sexy ist das Thema Würmer nicht. Einigen läuft beim Gedanken an die kriechenden Gesellen sogar ein Schauer über den Rücken…

Aber ohne sie wären wir in der Tat nichts: Keine Würmer, kein Boden, auf dem unser Essen wächst und gedeiht.

Davon, dass die Gesellen nicht eklig sind oder heimtückisch aus ihrer Behausung ausbüchsen, um sich in den verborgenen Winkeln der Wohnung nieder zu lassen, konnten wir uns am 1. September bei einem Wurmkisten-Workshop überzeugen. Sabrina demonstrierte uns, wie emsig die Bewohner ihrer Wurmkiste die Essensreste zu wunderbarem Kompost umwandeln. Ein halbes bis dreiviertel Jahr und schon verwandeln sich Kartoffelschalen, trockenes Brot und matschige Tomaten in Erde für den Garten oder die Balkonkästen. Viel effektiver, als die organischen Abfälle auf den langen Weg in die industrielle Kompostieranlage zu schicken oder sogar im Restmüll zu entsorgen (nicht alle Wohnungen in Bonn sind mit Biotonnen ausgestattet). Gegen ein bisschen Zeitungspapier oder Wellpappe haben die Würmer auch nichts einzuwenden, denn darin legen sie gerne ihre Eier ab.

Blick in Kompostkiste
Links neu angesetzt, rechts der fertige Kompost.

Wir hatten jedenfalls großen Spaß beim Bau der Wurm-Behausungen. Während des Workshops entstanden zwei Wurmkisten aus Holz (eine davon aus den Latten einer Melonen-Steige eines Lebensmittelhändlers aus der Altstadt) und ein „Wurmturm“ aus einem Kunststoffrohr. Es gibt sicher noch viele Variationen, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Für alle Interessierten hier noch eine Bauanleitung für Wurmkisten aus Holz.

Hermann hat einen seiner Wurmtürme bereits auf eine Baumscheibe in der Altstadt installiert und hofft, dass die Kompostwürmer dort ganze Arbeit leisten und den verdichteten Boden ordentlich durchwühlen. Eine tolle Idee, um auch im öffentlichen Raum auf die nützlichen Bodenbewohner und ihre Einsatzmöglichkeiten aufmerksam zu machen.

Für Schnellentschlossene: Morgen, Samstag den 15. September, gibt es ab 10 Uhr den nächsten Workshop bei Julian in der Altstadt. Weitere Infos dazu findet ihr hier.

Es wir sicher nicht der letzte Workshop dieser Art sein! Bei Interesse einfach an die Gruppe Gärtnern in Bonn wenden.

Bullerbü (bei) Bonn

 

Bullerbü (bei) Bonn – Initiative zur Gründung eines gemeinschaftlichen
Wohnprojekts…

Nicht mehr nur träumen, sondern aktiv und engagiert am eigenen Traum
basteln – das hat sich eine angehend fünfköpfige Familie aus Bonn
vorgenommen und erste Schritte in Richtung Projektgründung gewagt.
Briefe an Städte und Gemeinden wurden verfasst, erste Gespräche
geführt. Die Resonanz ist bislang beflügelnd wohlwollend und nun wird
es Zeit, mit Anderen an Plänen zu basteln, Ideen zu spinnen und von
Bullerbü zu träumen – gemeinschaftlich geht nur gemeinsam.

Nun also heißt es:
Lust auf gemeinschaftliches Leben in einer kleinen Siedlung, Hofanlage
oder Ähnlichem? – Individuell wohnen, das Grüne gemeinsam nutzen und
genießen.
Interesse an nachhaltigem Bauen? – Energieeffizient, regenerativ und ökologisch.
Freude am Pläne-Schmieden, Eigeninitiative-Zeigen? – Mit Kreativität,
Mut und Geduld zum Ziel.

Info unter: www.bullerbuebeibonn.wordpress.com
Kontakt: bullerbuebeibonn@gmx.net

Veröffentlicht von Vanessa van Eyk

 

3. Transition Town-Konferenz in der Kirschenstadt Witzenhausen

Vom Mut, den Klimawandel zu beenden, von neuen Konzepten und extrem hilfreichen Werkzeugen für den Wandel

Die 3. Transition-Town Konferenz Deutschland, Österreich und der Schweiz (D/A/CH) findet dieses Jahr vom 21.-23.09.2012 im malerischen Städtchen Witzenhausen bei Kassel statt. Hier wird das Motto „think global act local“ lebendig: Es geht um Konzepte und Theorien des Wandels, faszinierende Beispiele aus der ganzen Welt und auch ganz praktische Dinge.

Geht es weiter und wenn ja wie?

Prof. Margrit Kennedy, Ökologin, Architektin und Geldexpertin steht für eine fundamentale Kritik an unserem Wirtschaftssystem. In Ihrem Vortrag „Occupy Money“ präsentiert sie visionäre Alternativen zu unserem Geldsystem. Prof. Declan Kennedy, Permakultur-Aktivist der ersten Stunde und Gründer des globalen Ökodorf-Netzwerks für Europa schlägt den Bogen von der Permakultur zur heutigen Transition Bewegung. Open Source Ecology (OSE) wiederum steht für die Kraft von Gemeinschaft und Netzwerken. In diesem Projekt haben sich Fachleute aus den Bereichen Landwirtschaft und Ingenieurwesen mit Förderern zusammengeschlossen. Sie entwickeln Do-it-Yourself Anleitungen für leicht nachbaubare Maschinen und stellen diese als Open Source ins Internet. So können Menschen weltweit beispielweise eigene Traktoren bauen oder ihre Energieerzeugung selbst in die Hand nehmen. Auf der Themenliste stehen aber auch Elemente der „Gift Economy“ von Charles Eisenstein, Erfahrungen mit Komplementär-Währungen wie beispielsweise der “Bürgerblüte” aus Kassel sowie dem „Minuto“ von Konstantin Kirsch, solidarische Landwirtschaft (CSA), Urbanes Gärtnern, neueste Erkenntnisse aus dem Bereich „Peak Oil/Peak Ressourcen“ von Norbert Rost, aber auch interaktive Elemente zu hilfreichen Methoden für den Wandel wie Dragon Dreaming, Tiefenökologie und dem Earth Forum.

Netzwerk des Wandels

„Ein Ziel der Konferenz ist es auch, das Netzwerk des Wandels immer dichter zu weben“, sagt Gerd Wessling, Koordinator des nationalen Netzwerks der Transition-Initiativen. Es wird daher Freiraum und Gestaltungsmöglichkeiten für die Konferenzteilnehmer geben, um Erfahrungsaustausch zu ermöglichen zum Beispiel über Vernetzung, die Zusammenarbeit mit Städten und Behörden, das Thema Fundraising und Finanzen aber auch Methoden der Gruppenarbeit. Damit sowohl Transition-Aktive als auch Einsteiger_innen viele neue Ideen, Impulse, Fertigkeiten und Kontakte mit nach Hause nehmen können, planen die Witzenhäuser einen „Re-Skilling“-Parcour rund um Lebensmittelverarbeitung – vom Solartrocknen bis zum Saftpressen. „Es wäre toll, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich gegenseitig inspirieren und die Begeisterung mit nach Hause tragen“ sagt Farid Melko, von der TT-Witzenhausen, die gemeinsam mit dem Nationalen Netzwerk und vielen Unterstützern aus anderen aus TT-Initiativen wie Kassel, Göttingen, Freiburg, Bielefeld die Organisation übernommen hat.

Tagen und Feiern mit Atmosphäre

Die Stadt und die Universität stellen aus diesem Anlass schöne Räumlichkeiten zurVerfügung. Die ersten Aktionen, Filme und Workshops der Konferenz starten schon am Freitag, den 21.09. ab 14:00 Uhr im und um das historische Rathausgebäude von Witzenhausen. Der Freitagnachmittag und -abend ist offen für Gäste aus der Umgebung, die gegen eine Spende am Tagesprogramm teilnehmen können. Das Haupt-Programm findet dann am Samstag und Sonntag jeweils ab 9.30h im grünen Gelände des Nordcampus der Universität statt. Abends gibt es dann Live-Musik & Raum zum Feiern. Die (Un-)Konferenz endet offiziell am Sonntag, den 23.09.2012 um 16:00 Uhr. Auch Kinder sind herzlich Willkommen, eine Betreuung wird organisiert.

Anmeldungen unter:
www.transition-konferenz.de oder www.transition-initiativen.de

Wer sich schon einmal einstimmen möchte, kann in der  Reportage Transition Town-Un-Konferenz2011 aus der Zeitschrift „Wir im Wandel“ schmökern oder im Fotoblock  des letzten Jahres blättern.

 

Pressemeldung des Netzwerkes der Transition Initiativen D/A/CH, Text Gesa Maschkowski, Gerd Wessling und das TT-Konferenzteam