Podiumsdiskussion: Primark und die Fairtrade Town Bonn

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Datum: Di, 12.09.17
Uhrzeit: 18:00 - 20:00

Location
Haus der Bildung


Maximiliencenter im AbrissWird Primark zum Sündenfall für die Fairtrade Town Bonn? Die Wegwerfmodekette steht für ein Wirtschaftssystem, das die Grenzen der Erde und der Menschen bis zum Limit erschöpft, für Gewinnmaximierung und Konsum um fast jeden Preis. Die Fairtrade Town Bonn steht… ja wofür eigentlich?

Mittlerweile sind die Bauarbeiten am Bahnhofsvorplatz in vollem Gange. In zwei Jahren will der Modediscounter Primark hier auf mehreren Etagen Kleidung, Wohnbedarf und Kosmetik zu Discount-Preisen anbietet.

Vertreterinnen und Vertreter von Stadt, Handel und Zivilgesellschaft diskutieren darüber, was das Geschäft für die Entwicklung der Bonner Innenstadt bedeutet und was es für Alternativen gibt zu einer investorengetriebenen Stadtentwicklung.

Arnulf Marquardt-Kuron, Vertreter der Wirtschaftsförderung
Gisela Burkhardt,  Vorstand Femnet e.V.
Gesa Maschkowski, Vorstand Bonn im Wandel e.V.
Adalbert von der Osten, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Bonn Rhein-Sieg Euskirchen e. V.
Wolfgang Krogmann, Deutschland-Chef von Primark

Moderation: Delphine Sachsenröder, Redaktion Wirtschaft des General-Anzeigers Bonn

Veranstalter: Volkshochschule Bonn, siehe auch:
https://www.vhs-bonn.de/suche/kursdetails.html?courseId=484-C-U1308

Hintergrundinfos zur Veranstaltung:

Primark – Wir müssen reden! 
Aus den Stadtwandel-News von Juli 2016

Danke an alle, die unsere Initiative „Kein Primark am Bonner Hauptbahnhof“ unterstützt haben. Dank an unsere Kooperationspartner FEMNET und alle 19 Initiativen und Organisationen, vom Netzwerk für Entwicklung über den Katholikenrat bis zu Germanwatch. Danke an Viva Viktoria, die kurzerhand ihre Demo zum Hauptbahnof umgeleitet haben! Und an die vielen 1000  Menschen, die unsere Artikel auf Facebook angeklickt und geteilt, die die Petition unterschrieben haben und das alles in 2 Wochen. Das war eine toller Start in die Debatte um unsere Stadt- und Lebenskultur.

+++Primark: Wir müssen reden!+++
Im Juni 16 hat der Stadtrat grünes Licht gegeben für die Südüberbauung. Ein jahrzehntelanger Kampf um den Bahnhofvorplatzes wurde damit beendet. Vorläufig. Die Lösung bedeutet nun: Wir fördern Wegwerfkultur. Denn Hauptmieter wird der Textildiscounter Primark. Das konnten wir in 2 Wochen leider nicht stoppen. Hier findet ihr einen ausführlichen Kommentar von Daniela Baum zu dieser Entscheidung. Und hier die Primark-Story in Kürze:

Und hier die neuesten Schlagzeilen von Primark

Primark verkauft BHs für Siebenjährige

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3 Antworten auf „Podiumsdiskussion: Primark und die Fairtrade Town Bonn“

    1. Selbstverständlich! Aber ein potentieller Hausbesitzer brauch erst eine Baugenehmigung bevor er zum Bau ansetzt. Und Baugenehmigungen werden nicht ohne Grund an Kriterien gebunden.
      Der Ärger unter Teilen der Bevölkerung ist berechtigt! Hier hätte die Stadt und letztendlich die Politik entsprechende Vorkehrugen treffen können.
      Als Grüne sollte der Image der Stadt als Stadt der Nachhaltigkeit und Fair Trade Town sehr wichtig sein!

  1. Lieber Rolf Beu,
    klar, aber darum geht es aber an diesem Abend nicht. Es geht um die Frage, wie sich unsere Stadt entwickeln kann, wenn wir nicht mehr auf Kosten unserer Kinder und Enkel wirtschaften.
    Ich denke die Zeit ist vorbei, dass wir uns über Details streiten, das lenkt von den großen Fragen ab. wir müssen alle darüber nachdenken, was eine nachhaltige und faire Stadtentwicklung für Bonn bedeutet und ich hoffe, dass auch der Stadt und der Wirtschaftsförderung viel dazu einfällt.
    Siehe auch
    https://bonnimwandel.de/klare-ansage-im-bonner-rathaus-konsumgesellschaft-zurueckbauen/
    https://bonnimwandel.de/stadtentwicklung-nach-menschlichen-mass-was-ist-die-alternative-zu-primark-und-co/

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