Making.Commons.Future-Vortragsreihe – Jens Schröter: die Gesellschaft nachdem Geld

Datum: Mi, 15.01.20
Uhrzeit: 18:00

Location
Uni Bonn, Institut für Medienwissenschaft, Raum 2.002,


Im Verbundprojekt „Die Gesellschaft nach dem Geld“ erforschen wir die Möglichkeiten gesellschaftlicher Koordination jenseits von Geld, Markt und Staat. Sind post- oder nicht-monetäre Ökonomien nicht nur theoretisch denkbar, sondern auch simulierbar? Besonders die Commons-Forschung liefert hierfür vielversprechende Inspirationen. Die Auszeichnung von Elinor Ostrom mit dem Wirtschaftsnobelpreis 2009 honorierte eine Forschung, in der die prinzipielle Tragfähigkeit solcher Ansätze zeigte. Obwohl die agentenbasierte Simulation ein weitverbreitetes Mittel ökonomischer Forschung ist, gehen solche Simulationen in der Regel immer und unbefragt von monetären und marktförmigen Ökonomien aus. Im Projekt entwickeln wir erstmalig ein Simulationsmodell einer nicht-monetären und nicht-marktförmigen Ökonomie. Der aktuelle Zwischenstand unseres Projekt wird gezeigt. Angesichts der gegenwärtigen Diskussion um ökonomische und ökologische Krisen ist der Versuch andere Ökonomien zu simulieren von höchster gesellschaftlicher Relevanz.

 

Jens Schröter ist Professor für Medienkulturwissenschaft an der Uni Bonn, Sprecher des Projekts „Die Gesellschaft nach dem Geld – eine Simulation“ und Leiter des Projekts „Van Gogh TV. Erschließung, Multimedia-Dokumentation und Analyse ihres Nachlasses“ (zusammen mit Anja Stöffler, FH Mainz). Seine Forschungsschwerpunkte sind Digitale Medien, Photographie, Fernsehserien, Dreidimensionale Bilder, Intermedialität, Kritische Medientheorie. Jüngste Publikationen sind „Marx. Geld. Digitale Medien“ (in: Maske und Kothurn 64, 2018, zusammen mit Till Heilmann); „Society after Money. A Dialogue“ (Bloomsbury 2019, als Teil des ‚Projekts Gesellschaft nach dem Geld‘); „Markets“ (University of Minnesota Press, 2019, mit Armin Beverungen, Philip Mirowski und Edward Nik-Khah); „Medien und Ökonomie. Eine Einführung“ (Springer 2019).

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