13.08. Besser leben ohne Primark – kreative Aktionen gegen Wegwerfmode

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Datum: Di, 13.08.19
Uhrzeit: 10:00 - 18:00

Location
Primark Bonn


Bunte Kleider im KleiderschrankFEMNET, Bonn im Wandel und zahlreiche Unterstützer*innen rufen auf zum kreativen Primark-Protest am 13.08. ab 10:00 Uhr gegenüber vom Bonner Hauptbahnhof.  An diesem Tag öffnet der Moderiese in Bonn seine Tore. Er produziert massenhaft Billigstklamotten auf Kosten von Menschen und Natur.  Eine Pleite für die UN- und Nachhaltigkeitsstadt Bonn. Wir haben keinen Kleidermangel! Wir können besser leben ohne Primark! 

Macht mit bei:

  • 10:00-18:00 Uhr FEMNET Infostand und Mahnwache
  • 10:00 – 17:00 Uhr Uhr Bonn im Wandel-Kleidertauschparty  supported von den Ehrenamtlichen des ZESABO, dem Zentrallager Sachspenden Bonn. 
  • gegen 10:00, 13:00, 15:00 und 18:00 Uhr kreative Protestaktion/Flash mobs u.a. : Kommt eine halbe Stunde vorher am FEMNET Stand vorbei und macht mit.
  • Kontinuierlich: Talks zu „Besser leben ohne Primark“ mit Vertreter*innen von Organisationen, Parteien  und Passant*innen
  • Weitere Aktionen sind in Planung von BUND Jugend NRW, Bonnopoly Chor, u.a.

Der nächste Vorbereitungstermin ist am 11.08. um 17:00 Uhr Transparente malen in der Alten VHS, Kasernenstraße 50, organisiert by BUND Jugend NRW, Bonn; Bonn im Wandel und FEMNET. Bringt Farben, Pappen und alte Laken mit.

Gesucht werden: 

  • Unterstützerinitiativen, die unseren Aufruf mitunterzeichnen und bekannt machen (s.u.) , bitte melden bei info@bonnimwandel.de
  • Helfer*innen und Unterstützer*innen für Infostand und Flashmobs: koordinatorin@femnet-ev.de
  • Helfer*innen für den Kleidertausch: anmeldung@bonnimwandel.de
  •  Straßenmusiker*innen, Trommler*innen ohne Strom
  • Menschen, die Lust haben, uns Wasser, Tee, Kaffee, Kuchen oder Pizza vorbeizubringen, denn wir wollen ja „Schöner leben ohne Primark!“
Bitte schickt uns eine Info, wenn ihr eigene Aktionen plant an: info@bonnimwandel.de und koordinatorin@femnet-ev.de.
Falls eure Aktionen genehmigungspflichtig sind, sorgt bitte selbst für eine Genehmigung bei der Stadt.

Aufruf

Primark: Verschwendung, Verschmutzung und Menschenrechtsverletzung

Wir sagen Nein zur Verramschung von Stadt, Menschen und Rohstoffen
Das Problem
  • Primark produziert Wegwerfmode. Das ist Verschwendung. Von Rohstoffen, Arbeit und Produkten. 
  • Den Preis für billige „Fast Fashion“ zahlen Arbeiter_innen. Sie erhalten Hungerlöhne, erleben Gewalt und Unterdrückung. Sie schuften 10-12 Stunden pro Tag. Und wenn sie sich dagegen wehren, werden sie entlassen.
  • Flüsse und Baumwollfelder werden verseucht: 1kg Baumwolle für 1 T-Shirt benötigt 15.000 Liter Wasser und 1 kg Chemikalien .
  • Die globale Modeindustrie verursacht mehr Klimaemissionen als alle internationalen Flüge und Seeschiffe zusammen.
  • Kunstfaserkleidung ist für 35% der Mikrofasern in den Ozeanen verantwortlich.
  • Die Gewinne fließen in Konzernzentralen weit weg von Bonn.
  • Billigkonkurrenz verdrängt inhabergeführte Geschäfte.
Ist Primark schlimmer als andere Modeketten?
Primark setzt auf Masse und auf extrem niedrige Preise. So wird noch mehr Kleidung produziert, mit immer mehr Rohstoffverbrauch, in immer schlechterer Qualität. Im Jahr 2015 haben Konsument*innen weltweit doppelt so viele Kleider gekauft wie 2010. Nämlich 100 Milliarden statt vorher 50 Milliarden. Die meisten Kleider werden gar nicht getragen. In Deutschland sind es nur rund 40 Prozent. Der Rest hängt im Kleiderschrank oder landet in der Tonne.
Es gibt viele Lösungen! 
Wir haben keinen Kleidermangel! Jede*r kann Spaß haben mit schönen Klamotten. Das könnt ihr tun:
  • Länger tragen
  • Selber machen
  • Tauschen
  • Reparieren
  • gebraucht kaufen
  •  Faire Mode kaufen. Die findet ihr im FEMNET Einkaufsführer:
Das muss die Politik tun: Ihre Verantwortung ernst nehmen
  • Die Wirtschafts- und Stadtentwicklung konsequent an den nachhaltigen Entwicklungszielen ausrichten. 
  • Unternehmen fördern, die das Gemeinwohl und die regionale Wertschöpfung verbessern.
  •  Initiativen unterstützen, die sich für globale Fairness und Klimagerechtigkeit, für Ressourcenschonung und nachhaltigen Konsum engagieren. Damit wir zusammen besser tun können, was nötig ist. Denn wir sitzen alle in einem Boot.
Die Initiator*innen von „Besser leben ohne Primark“
  • FEMNET mit Sitz in Bonn setzt sich gegen Ausbeutung von Frauen in der Bekleidungsindustrie des globalen Südens ein und fordert Unternehmen auf, die Menschenrechte bei der Produktion sicherzustellen.
  • Bonn im Wandel e. V. ist die Transition Initiative von Bonn. Wir sind das Ideen- und Projektlabor für eine enkeltaugliche Stadt
Die Unterstützer*innen, Stand 09.08. wird kontinuierlich aktualisiert
Quellenangaben:
Factsheets von FEMNET e. V.

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