Offene Werkstatt / Repair-Café

Reparieren, eigene Ideen entwickeln, an der „großen Transformation“ arbeiten

„Aber wer weiß, dass er oder sie beschädigte Dinge reparieren kann, entwickelt ein anderes Verhältnis zu ihnen. Und ist womöglich schon ein Protagonist der ‚Großen Transformation'“ (Andrea Baier)

2015-03-28-Geburtstag Repaircafe-Foto Gesa6Jeden 4. Samstag im Monat von 10:00 bis 15:00 ist Gelegenheit, Dinge gemeinam zu reparieren, im Repair-Café im Haus Müllestumpe, einem gemeinsamen Projekt von Haus Müllestumpe und Bonn im Wandel. Zu jeder Reparatur gehören Menschen und Geschichten, Erfolge und Misserfolge. Der streikende Mixstab hat vermutlich schon manches Essen gerührt, wird auseinandergenommen, geölt und ist repariert. Zum Austausch des defekten Schlauches einer Nespresso Maschine ist zufällig ein passender „auf Lager“, von einer ausgeschlachteten Maschine. Jeans werden vorzeigbar geflickt, Fahrräder geschmiert und eingestellt, lose Kabel angelötet, Kondensatoren ausgetauscht … bei jedem Termin gibt es einen anderen, besonderen Mix von Problemen und Lösungen … und immer wieder eine andere Atmosphäre.

Und was ist Offene Werkstatt?  Die “Offene Werkstatt” ist neben dem Repair-Café ein weiteres gemeinsames Angebot von Bonn-im-Wandel und dem Haus Müllestumpe. Dieselben Räume, manchmal vertraute Gesichter, manchmal auch andere. Hier können Einzelne, kleine oder größere Gruppen auch außerhalb der Repair-Café-Zeiten eigene Gebrauchsgegenstände selbständig reparieren und eigene Ideen verwirklichen. Regelmässig Donnerstag abends findet „Radschrauben und andere Basteleien“ statt. Hier treffen wir Matthias, Bonns unermüdlicher und leidenschaftlicher Radschrauber. Aber auch andere Bastler*innen und Werker*innen sind da, sprechen neue Ideen ab, experimentieren mit dem 3D-Drucker und unterstützen Gäste bei ihren Reparaturen und Ideen.

Exotischer im Rahmen der Offenen Werkstatt ist die Dorkbot, die alle zwei Monate stattgefunden hat. Ab 19 Uhr eintreffen, essen und trinken, miteinander ins Gespräch kommen, um 20 Uhr geht es los. Die mitgebrachten Projekte haben meistens was mit Elektronik zu tun, aber es ist keine Bedingung. Manchmal haben sie ernsthafte Anliegen, manchmal sind sie „just for fun“, zum Beispiel:

  •  Sensoren, die Feinstaub und andere Belastungen der Luft messen
  • Ein ferngesteuertes Auto ohne Karosserie vom Flohmarkt mitgebracht …das ein autonom fahrendes Vehicel werden soll. Bis dahin gibt es aber noch ein paar Hindernisse.
  • Eine auf Kommando blinkende Brille für Karneval
  • Eine Straßenlaterne, die er auf LED und Sensortechnik umgerüstet hat. Idee: im Normalzustand leuchtet die Laterne schwach. Kommt ein Geschöpf näher, wird in Bewegungsrichtung gestrahlt. Wer mehr wissen möchte, kann hier weiterlesen.
  • Die nächste Idee ist nicht so einfach zu be-greifen. Alle bekommen ein bedingungsloses Grundeinkommen ausgezahlt. Zumindest stellte Hendrik seine Ideen für ein weltweites alternatives Währungssystem  vor, mit dem auch ein bedingungsloses Grundeinkommen gezahlt werden könnte. Seine Homepage

Lange angekündigt, nun ist es soweit: Schmieden in der Offenen Werkstatt ist neu entfacht.  Fortsetzungstermine findet Ihr auf unserer Website im Veranstaltungskalender.

Für die vorhandenen Töpferscheiben und den Brennofen suchen wir noch einen Ton- und Keramikfachmenschen, der sein Wissen teilen möchte. Und soweit die Räumlichkeiten es zulassen, können weitere Werkstätten, Aktionen, Projekte und Ideen entstehen.

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