SoLaWi – Solidarische Landwirtschaft Bonn

SoLaWi Bonn/Rhein-Sieg e.V.

SoLaWi ist, wenn
….man gemeinsam an der Pflege der Erde arbeitet und dabei tolle Leute kennen lernt“ 

Zeigen die Vielfalt auf dem Feld: Lisa Schäfer und Bernd Schmitz
Zeigen die Vielfalt auf dem Feld: Lisa Schäfer und Bernd Schmitz

Unsere Landwirt_innen sind: Biolandwirt Bernd Schmitz (Hanfer Hof, In der Haarwiese 32, 53773 Hennef-Hanf), Gemüsebaubetrieb Werner Grüsgen (Grootestraße 130, 53121 Bonn) und die Demeter Gärtnerin Lisa Schäfer und noch viele Helfer*innen.

Ernteeinheiten werden einmal im Jahr, üblicherweise im Februar vergeben. Ihr könnt euch aber gerne hier in unsre Nachrückerliste eintragen. Dann werdet ihr angeschrieben, falls Plätze frei werden bzw. zur nächsten Beitragsrunde nächsten Februar eingeladen.

Was gibt es und was ist uns die SoLaWi wert?

Eine Wocheneinheit im September
Eine große Wocheneinheit im September

Eine Einheit enthält regionales Gemüse, Salat, Kartoffeln und Getreide, einige Eier (unser Hühnervolk ist noch im Aufbau) und manchmal Brot. Häufig teilen sich zwei bis drei Personen eine Einheit, weil die Mengen erfahrungsgemäß bei unserem derzeitigen Lebensstil für eine Person (noch) zu groß sind. Für Singles und Menschen, die wenig kochen, gibt es auch kleine Einheiten.

Eine Wocheneinheit im Dezember
Eine große Wocheneinheit im Dezember

 

 

Der monatliche Durchschnittsbeitrag wird bei der Beitragsrunde festgestellt. Damit finanzieren wir gemeinsam die Betriebskosten für die ökologische Landwirtschaft und die Verteilung auf unsere Depots. Mit diesem Beitrag sorgen wir dafür, dass unsere Mitarbeiter_innen unter fairen und ökologischen Bedingungen wirtschaften können. Wir leben aber auch Solidarität miteinander: Jede/r zahlt bei uns was er oder sie kann und was es ihm oder ihr wert ist, das kann mehr oder weniger sein als der Durchschnittsbeitrag sein. Solidarische Beitragsrunden sind allerdings nur auf den jährlichen Mitgliederversammlungen möglich.

Wer sich in unsere SoLaWi-Interessentenliste eintragen lassen möchte oder Fragen zur SoLaWi hat, kann sich auch an solawi@bonn-im-wandel.de wenden.

Kartoffelernte-Foto-Gesa
Manchmal gibt es freiwillige Arbeitseinsätze – zum Beispiel bei der Kartoffelernte.

 

 

 

 

 

 

Was ist SoLaWi?

SoLaWi ist eine Wirtschaftsgemeinschaft zwischen Verbraucher_innen und einem (oder mehreren) landwirtschaftlichen Betrieb(en). Sie wollen gemeinsam die Versorgung der Stadt mit lokalen, biologisch erzeugten Lebensmitteln verbessern und den Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen langfristig erhalten. Die Gemeinschaft entwickelt miteinander ein Konzept für die Zusammenarbeit und teilt sich die Kosten, die Ernte und auch das Risiko. Die Verbrauchergemeinschaft verpflichtet sich jeweils für ein Jahr, die Betriebskosten der landwirtschaftlichen Produktion zu tragen. Im Gegenzug erhält sie frische, unverpackte, ökologisch produzierte Lebensmittel aus ihrer Region. Die Betriebe haben ein gesichertes Einkommen und Planungssicherheit und werden daduch unabhängiger von Marktstrukturen und Großhandels-Preisen. Darüber hinaus übernehmen wir  z. B. die Verteilung der Ernte und unterstützen die Betriebe mit gemeinschaftlichen Arbeitseinsätzen. Die Zahl der SoLaWis in Deutschland hat sich im vergangen Jahr verdreifacht. Derzeit gibt es über 100 SoLaWi’s und noch einmal über 100 Initiativen in Gründung (siehe www.solidarische-landwirtschaft.org)

Die Solidarität hat also viele Seiten:

  • Wertschätzung und Solidarität mit Land und Landwirt, dazu gehört die geteilte Verantwortung, faire Löhne und Arbeitsbedingungen, Erhalt der landwirtschaftlichen Flächen und Betriebe sowie der biologischen Vielfalt.
  • Solidarität in der Verbraucher_innengemeinschaft: Der monatliche Beitrag richtet sich nach dem Durchschnittswert und den finanziellen Möglichkeiten der Einzelnen. Jede/r gibt was er kann und was es ihr oder ihm wert ist!
  • Solidarität mit den Ländern des Südens, in dem wir den CO2-Fußabdruck unserer Lebensmittel und den Ressourcenverbrauch bei Erzeugung und Transport verringern.

Noch ungefähr 25 andere gute Gründe für eine SoLaWi findet Ihr in unserem Filmclip vom ersten 1. SoLaWi-Infoabend 2012. Links Hilke Deinet die Mitgründerin, sie hat heute den verpackungsfreien Bio-Regio-Laden Freikost Deinet in Duisdorf.

Hier gibt es einen schönen Filmclip von der Kartoffel und Kürbisernte 2015

Die SoLaWi Bonn/Rhein-Sieg e. V. ist eines der ersten Projekte, das die Transition Initiative Bonn-im-Wandel angeschoben hat. Weitere siehe Rubrik „Gruppen“.

Weitere Projekte für eine fröhliche nachhaltige Ernährungskultur

Die Gruppe für nachhaltige Nahrungsmittel-Versorgung möchte das Angebot und die Strukturen für eine nachhaltige Lebensmittelversorgung in der Bonner Region verbessern. Unter Nachhaltigkeit verstehen wir: Regionalität, Saisonalität, Verpackungen reduzieren und vermeiden,  ökologisch und sozial gerechte Produktion, kurze Transportwege und wenig bis keine Zwischenhändler. Wir möchten Alternativen zu den herkömmlichen Versorgungsstrukturen schaffen, die regionalen Strukturen im Bonner Raum stärken, unseren ökologischen Fußabdruck verringern und das Angebot und Vielfalt an nachhaltig produzierten Nahrungsmitteln aus dem Bonner Umland verbessern. Dazu veranstalten wir z.B. Filme, beteligen uns an Aktionen oder führen Workshops durch zum Wiedererlernen von alten Fähigkeiten (Bäume schneiden, Einmachen, …). Wir unterstützen und kooperieren mit Hilke und Tim Deinet, die im Mai 2014 den 1. verpackungsfreien Laden von Bonn eröffnet haben.

Freikost Deinet

„Sei selbst die Veränderung, die Du in der Welt sehen willst”
M. Gandhi

Mitmachen!

Interessierte, Visionäre, Optimisten und Mitstreiter sind herzlich willkommen!

solawi@bonn-im-wandel.de

16 Antworten auf „SoLaWi – Solidarische Landwirtschaft Bonn“

  1. Wir haben eine Kerngruppe gegründet, die gemeinsam mit Martin Baumgart von Gut Ostler die Rahmenbedingungen für eine SoLaWi erarbeitet. Wer Lust und Zeit für eine kontinuierliche und verbindliche Zusammenarbeit hat, ist herzlich willkommen, sich uns anzuschließen. Wir treffen uns die kommenden drei Donnerstage (4., 11. und 18.10.) um jeweils 19:30 auf Gut Ostler.

  2. Sehenswert: Die Milchrebellen – Mut gegen Macht
    http://www1.wdr.de/fernsehen/dokumentation_reportage/mutgegenmacht/sendungen/sbmutgegenmacht106.html

    Die Milch im Supermarkt wird immer billiger. Für die Milchbauern heißt das: wachse oder weiche! Im letzten Jahrzehnt hat ein Drittel der deutschen Milchbauern aufgeben müssen – gleichzeitig hat die Zahl der Megabetriebe zugenommen. In XXL-Ställen stehen Hunderte von Kühen dicht nebeneinander. Damit sie Höchstleistungen erbringen, kommen die Tiere auch im Sommer nicht mehr auf die Weide.
    Doch einige kleine Milchbauern wagen es, sich gegen die Konzentrationswelle auf dem Milchmarkt aufzulehnen: Sie setzen auf direkte Vermarktung zu besseren Preisen. Zum Beispiel ein Bauer aus dem Kreis Höxter, der mit anderen eine Bauernmolkerei gegründet hat, um sich vom Preisdiktat der Giganten zu lösen.

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