Solidarische Landwirtschaft Bonn Infoveranstaltung am 22. Februar, 15-17 Uhr

Die SoLawi Bonn startet ab März in ihr drittes Jahr – das ist die Gelegenheit um mit einzusteigen!

Interessierte und Mitglieder wollen wir bei dieser Veranstaltung über das Prinzip und die Grundgedanken der Solidarischen Landwirtschaft, die praktischen Abläufe in der SoLawi Bonn und unsere Ziele für die Zukunft informieren. Es gibt die Möglichkeit, sich kennenzulernen, Fragen zu klären und zu diskutieren, wie sich jede*r Einzelne bei der SoLawi einbringen kann.

Wir laden dazu herzlich am Sonntag, den 22. Februar 2015 von 15 bis ca 17 Uhr in die Kantine von Haus 6 der Ermekeilkaserne (Eingang über die Pforte an der Ermekeilstr. 27) ein.

Wichtig: Um auf das Gelände der Ermekeilkaserne zu kommen, ist ein Lichtbildausweis notwendig – also bitte unbedingt daran denken, einen Ausweis einzustecken!

Wir freuen uns auf euch!
___________

Du weißt schon, dass du bei der SoLawi mitmachen möchtest? Dann trage dich – soweit noch nicht geschehen – hier ein: solawi-anmeldung

Und komm zur Beitragsrunde am 01. März um 15 Uhr in die Kantine der Ermekeilkaserne.

Was ist eigentlich SoLaWi?

“SoLawi ist, wenn …
….man gemeinsam an der Pflege der Erde arbeitet
… und dabei tolle Leute kennen lernt.”

Oder etwas konkreter: SoLawi ist eine Wirtschaftsgemeinschaft zwischen Verbraucher*innen und einem (oder mehreren) landwirtschaftlichen Betrieb(en), mit dem Ziel eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu gestalten.

SoLawi Bonn

Gemeinsam mit den Biolandwirt Bernd Schmitz (Hanfer Hof in Hennef-Hanf), dem Gemüsebaubetrieb Werner Grüsgen (Stadtgrenze Bonn – Alfter) und der Demeter Gärtnerin Lisa Schäfer haben wir 2014 eine neue SoLawi gegründet. Wir sind ca. 130 Menschen aus Bonn und Umgebung, die sich seit Beginn der SoLawi über leckeres, biologisches, regionales und unverpacktes Gemüse freuen. Mit unterschiedlichen solidarischen Beiträgen kommen wir für die Kosten auf, die Bernd, Werner und Lisa bei der Produktion unseres Gemüses entstehen. Dafür bekommen wir die komplette Ernte – ob krumme Zucchini oder mehrbeinige Möhre, bei uns kommen sie alle auf den Teller.

Gute Gründe für SoLawi:

  • Wir schonen unsere Ressourcen, indem die Lebensmittel ökologisch produziert werden und ohne Verpackung auf kurzen Transportwegen zu uns kommen.
  • Wir ermöglichen den Betrieben ein gesichertes Einkommen und Planungssicherheit, was sie unabhängiger von Marktstrukturen und Großhandels-Preisen macht.
  • Wir schaffen Möglichkeiten unser Wissen in Bezug auf unsere Lebensmittel und die Landwirtschaft miteinander zu teilen und zu erweitern – von A wie Anbauplanung bis Z wie Zusammenarbeit.
  • Wir übernehmen gemeinsam Verantwortung für Erhalt und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und der biologischen Vielfalt.

____________________

Noch Fragen? solawi@bonn-im-wandel.de

Mehr Infos unter www.bonn-im-wandel.de und w ww.solawi-bonn.de

SoLaWi es geht los! – Bist du dabei?

Die ersten Gemüse-Pflanzen sind schon im Boden, die Kartoffeln sprießen und gut hundert Menschen sind am vergangenen Sonntag gekommen um die SoLaWi Bonn+Hennef zu gründen. Ein paar Plätze sind noch frei. Am nächsten Sonntag, den 22.06. gibt es noch einmal die Chance mitzumachen bei der neuen SoLaWi 2014! Bist du dabei? „SoLaWi es geht los! – Bist du dabei?“ weiterlesen

Warum eigentlich SoLaWi? – Ein Interview mit Christiane Grinda, Mitgründerin der SoLaWi Bonn

Im Juni starten wir in Bonn in die 2. SoLaWi-Saison. Eva Klemmer hat Christiane Grinda interviewt, die sich letztes Jahr im Gründungs- und Kernteam engagiert hat und die auch unsere erstes SoLaWi-Lied gedichtet hat. „Wir brauchen einander“, sagt sie und erklärt im Interview warum… „Warum eigentlich SoLaWi? – Ein Interview mit Christiane Grinda, Mitgründerin der SoLaWi Bonn“ weiterlesen

Die Welt selbst ein bisschen ändern – 1. Bonner verpackungsfreier Laden geht an den Start

DIe Geografin Hilke Deinet gehört zu den Gründerinnen der 1. Solidarischen Landwirtschaft in Bonn, die vor gut einem Jahr startete. Seitdem hat sich viel in ihrem Leben verändert. Jetzt wagt sie sich an das nächste spannende  Projekt, das unsere Region ein Stück nachhaltiger machen soll. Am 24. Mai öffnet sie zusammen mit ihrem Mann Tim den ersten verpackungsfreien Laden von NRW – „Freikost Deinet“. Hier trifft man sich künftig beim Kaffee oder Mittagstisch, „Die Welt selbst ein bisschen ändern – 1. Bonner verpackungsfreier Laden geht an den Start“ weiterlesen

Gemüse-Suppen-Selbsternteaktion der SoLaWi-Bonn – GA berichtet

Der warme Winter hat uns zum Abschluss der SoLaWi-Saison eine reiche Gemüseernte beschert – mehr als wir selber essen konnten. Eine gute Gelegenheit, um noch einmal zur Selbsternteaktion einzuladen. Gut 40 Menschen waren auf das SoLaWi-Feld in Messdorf gekommen und zogen dann vollbeladen mit Taschen und Säcken voller Lauch, Mangold, Rosenkohl, Wirsing, Rot- und Weißkohl wieder nach Hause. – Der GA hat einen schönen Bericht gemacht! Danke! „Gemüse-Suppen-Selbsternteaktion der SoLaWi-Bonn – GA berichtet“ weiterlesen

Solidarische Landwirtschaft Bonn (SoLaWi) auf neuen Wegen – Rückblick und Ausblick

Das erste Jahr eines spannenden Experimentes geht zu Ende. Eine engagierte Gruppe der Initiative „Bonn im Wandel“ hatte schon 2012 damit begonnen, in Bonn eine Solidarische Landwirtschaft vorzubereiten. Ihr Ziel: Die bäuerliche Landwirtschaft vor Ort zu erhalten und in finanzieller und auch ganz praktischer Weise zu fördern. Nun sucht das Team neue landwirtschaftliche Partner. „Solidarische Landwirtschaft Bonn (SoLaWi) auf neuen Wegen – Rückblick und Ausblick“ weiterlesen

28.10. Infoabend Transition Streets – Energiewende-Nachbarschaften

Wie kann man lästige Konsumlaster loswerden, etwas Gutes für unseren Planeten tun und gleichzeitig mit Nachbarn noch eine schöne Zeit verbringen? Ganz einfach, man startet eine Energiewende Nachbarschaft oder „Transition Street“, wie das Projekt in Großbritannien heißt.

Die Energiewendenachbarschaften wurden vom britischen Transition Netzwerk entwickelt. Das Prinzip ist einfach, man redet nicht mehr herum, man fängt mit der Transition zu Hause an: Eine Gruppe Nachbarn oder Freunde trifft sich 6-7 mal und arbeitet gemeinsam ein Handbuch durch, in dem verschiedene Optionen vorgestellt und nach Einsparungspotential bewertet werden. Jede Woche ein anderes Thema: Energie, Ernährung, Mobilität, … Bei der Umsetzung kann man sich gegenseitig unterstützen, miteinander und voneinander lernen und einfach Spaß haben. Die beteiligten Haushalte sparten über 600 Euro ein und 1,2 Tonnen CO2 im Jahr.

Die Unterlagen gibt bisher nur auf Englisch. Wir sehen uns am Montag das Konzept Transition Streets an und überlegen, ob und was wir in Bonn dafür tun wollen, damit  dieses Projekt auch in Deutschland anläuft.

Wir treffen uns am 28.10.2013 um 19:30 in der Stiftung Mitarbeit, Ellerstraße 67
Bitte meldet Euch an, damit wir ein bisschen planen können!
Wir freuen uns auf Euch!

http://www.doodle.com/rm2atn3rcsgurgbw

Wegbeschreibung zur Stiftung Mitarbeit
http://www.mitarbeit.de/wegbeschreibung.html

Einführungskapitel auf Englisch: Transition Streets 1.+Transition Streets-GETTING+STARTED

Geburtsstunde der SoLaWi in Bonn: Impressionen vom Gipfeltreffen 2.0

Am 6. April ungefähr um 14:00 Uhr war es soweit. Zum ersten Mal haben sich fast alle Mitglieder der frisch gegründeten solidarischen Landwirtschaft auf Gut Ostler getroffen, zur Vollversammlung, gewissermaßen. Plötzlich waren sie da: Junge und Alte, Singles, Kinder, Eltern,.. mindestens 100 Menschen haben sich auf dem Hof getroffen. Sie kamen aus unterschiedlichen Richtungen, Zusammenhängen und Beweggründungen und haben sich zusammengetan, damit ein großes Gemeinschaftsprojekt Wirklichkeit wird. Der Traum von einer Lebensmittelerzeugung, in der die Landwirtschaft und die Menschen, die diese Arbeit tun, wieder wertgeschätzt werden. Eine Lebensmittelerzeugung, die uns ein Stück unabhängiger macht von globalen Märkten, hochverarbeiteten und verpackten Produkten und langen Transportwegen. Ich war überwältigt von den vielen Menschen, ihrem Engagement, ihrer Freude, hätte am liebsten gleich mit jeder und jedem geredet: „Warum machst du mit? Was sind deine Hoffnungen?“ Zum Glück war Andi Rüther mit seiner Kamera dabei und hat ein paar Stimmen eingefangen (Klick aufs Bild):

SoLaWi- in einem Wort?

SoLaWi in einem WortDie Mitglieder beteiligen sich jetzt für ein Jahr mit einem individuellen monatlichen Beitrag an den Betriebskosten des Hofes. So kann der Hof Arbeitskräfte beschäftigen, Anschaffungen machen und die Gemüseproduktion wieder ausweiten. Sie packen auch mal mit an, wenn Hilfe gebraucht wird. Bei den ersten Arbeitseinsätzen letzte Woche haben über 20 Menschen mitgemacht. So waren in Windeseile Gewächshäuser ab- und wieder aufgebaut, Kompost verteilt und Pflanzen gesetzt. Auch die Verteilung der Ernte organisieren die SoLaWisten gemeinsam.

 Startschwierigkeiten durch Kälte

Foto: Andi Rüther
Foto: Andi Rüther

Der kalte März und April macht allerdings nicht nur den Spargelbauern Sorgen, auch die ersten Lieferungen der SoLawi werden wegen Kälte schlichtweg ausfallen. So gab es zum Start der SoLaWi-Saison für alle erst einmal ein großes Paket Weizen, Salat und Wurst aus der „Vor-SoLaWi-Zeit“. Wenn jetzt die Temperaturen steigen, dann muss die SoLaWi gut 6 Wochen aufholen, es müssen so viele Pflanzen wie möglich in die Erde. Vielleicht ist die Kälte schon auf den Klimawandel zurückzuführen, liest man im Bonner General-Anzeiger. Die SoLaWi wird daraus lernen, sich im nächsten Jahr anders darauf vorbereiten, zum Beispiel mit. Einmachen und Konservieren, was im Sommer so reichlich anfällt und damit für den nächsten Winter vorsorgen. Ohnehin wird das ganze Jahr ein intensives Lernjahr. Das Modell ist zukunftsfähig, sowohl für den Hof, also auch für die Verbraucher. Anders als die industrielle Lebensmittelproduktion und Verarbeitung, die nur funktioniert, solange es noch preiswerte fossile Rohstoffe gibt und solange die Umweltkosten der Allgemeinheit aufgebürdet werden.

Handeln statt labern

„Bonn im Wandel, das ist doch was Offizielles, die bekommen doch bestimmt Fördergelder“, meinte eine Teilnehmerin. Nein, Bonn im Wandel ist nichts Offizielles. Bonn im Wandel, das sind Menschen, die träumen von einer Stadt, die zukunftsfähig ist, fair ist, gesund, enkeltauglich, solidarisch mit uns und dem Rest der Welt. Eine Stadt, die Natur und Mensch beschützt und sich fit macht für die Herausforderungen des Klimawandels und dem Ende der fossilen Ressourcen. Wir haben angefangen, unsere Träume umzusetzen, jetzt, in unserer Freizeit, mit nichts als Engagement, Know-How, Gemeinschaft und einem guten Netzwerk. Das SoLaWi-Projekt ist eines von mehreren „Bonn-im-Wandel“- Projekten, die im vergangenen Jahr gestartet sind. Es war gutes Stück Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes, mit vielen, vielen Gruppentreffen, Diskussionen, Infoveranstaltungen, Newslettern, Zeitungsartikeln, Gesprächen und viel Organisationsaufwand. Ein Jahr, das sich gelohnt hat, jede Stunde, jede Minute, denn am Samstag haben wir die erste SoLaWi in Bonn geboren, mit mindestens 80 tollen Taufpaten.

Foto: Andi Rüther
Foto: Andi Rüther

Weitere Infos

  • Einige wenige Mitglieder, kann die SoLaWi noch aufnehmen. Wer mehr über Regeln und Selbstverständnis wissen will und sich anmelden will findet alle Informationen in diesem Artikel.
  • Und hier noch ein Link-Tipp von Christiane Süverkrüp, die uns schon mit vielen tollen Rezepten versorgt hat: Passend zur ersten Lieferung ein kostenloses Getreidekochbuch

Gesa Maschkowski

Solidarische Landwirtschaft – Zweites Gründungstreffen am 06.04 auf Gut Ostler

Wer dieses Jahr noch an der SoLaWi Bonn teilnehmen möchte ist herzlich eingeladen zum zweiten Gründungstreffen am Samstag, den 06.04.13 um 11:00 auf Gut Ostler Noch kann die SoLaWi Bonn etwa 10 weitere Personen aufnehmen. Solidarische Landwirtschaft ist allerdings deutlich anders als ein Gemüsekistenabo. Verbraucher und Landwirte tun sich zusammen und bilden für ein Jahr eine Wirtschaftsgemeinschaft. Das bedeutet, sie teilen sich für ein Jahr solidarisch die Kosten, Risiko und die Ernte.

Warum tun wir das überhaupt?

Andi Rüther hat gute Argumente von unserer ersten Infoveranstaltung zu einem kleinen Kurzclip zusammengestellt (klick aufs Bild)

Julian

 

Und so gehts:

1) Lest Euch unser Selbstverständnis durch  Selbstverständnis -Solawi-Bonn 09.03.13

2) Wer ernsthaft daran interessiert ist, Mitglied bei der SoLaWi Bonn zu werden, kann sich hier in die Anmeldungsliste eintragen.

3) Kommt am Samstag, den 06.04.13 um 11:00 zum Gründungstreffen mit Bietterunde auf Gut Ostler . Wer nicht selber teilnehmen kann, muss sich durch jemande/n vertreten lassen, ansonsten können wir die solidarische Bieterrunde nicht durchführen.

Der monatliche Beitrag pro Einheit beträgt 110,- Euro +/- . Damit unterstützen die Mitglieder eine hochwertige, biologisch-dynamische Lebensmittelerzeugung hier in Bonn und den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft. Sie erhalten Produkte aus eigener Produktion: Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Salat, Kräuter, Äpfel, Eier, Honig, ab und zu auch Fleisch. Eine Einheit reicht etwa für die Versorgung einer erwachsenen Person

Im Anschluss an das zweite Gründungstreffen könnt Ihr ab 14:00 die anderen SoLaWi Mitglieder und den Hof besser kennenlernen. Martin Baumgart wird uns über Gut Ostler und die Anbaufläche auf dem Meßdorfer Feld führen.

Bei Rückfragen stehen wir Euch gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf ein solidarisches, ertragreiches und lebhaftes Landwirtschaftsjahr mit Euch!

Hilke Gieseke und die SoLaWis

Kontakt: solawi@bonn-im-wandel.de