Geld ohne Bedingungen: Namibischer Botschafter eröffnet Ausstellung zum Grundeinkommen

Ein Grundeinkommen – einfach so? Viele Menschen träumen davon. Ein Dorf in Namibia hatte es. Mehrere Jahre lang. Eine kleine Ausstellung in Bonn berichtet davon. Seine Excellenz, Andreas B.D. Guibeb, Botschafter von Namibia, war extra zur Eröffnung angereist.

Was würden Sie arbeiten, wenn ihr Grundfinanzierung gesichert wäre? Was würden Sie tun, wenn Sie tun könnten, was Sie wirklich wollen?   Befürworter*innen des Grundeinkommens hoffen, dass die Welt ein bisschen besser wird, wenn Menschen nicht mehr Dinge tun müssen, nur des Geldes wegen. Oder, wenn sie Dinge tun können, die ihnen bisher nicht möglich waren. Auf der Website „Mein Grundeinkommen“ zum Beispiel, wird regelmäßig so ein Grundeinkommen versteigert. Der Verein sammelt das Geld per Crowdfunding. Immer wenn 12.000€ zusammen sind, werden sie an eine Person verlost. 36 Grundeinkommen wurden auf diese Weise schon vergeben. Sie haben den Empfängern geholfen, wenigstens ein Jahr lang, ein bisschen mehr so zu leben, wie sie gerne leben würden.

2016-04-02-Ausstellungseröffnung-Foto Gesa Maschkowski7Doch was passiert, wenn plötzlich eine ganze Stadt, ein ganzes Land so ein Grundeinkommen bekäme? In Namibia gab es immerhin schon ein ganzes Dorf, das über zwei Jahre lang ein Grundeinkommen bekam. Die Wirkungen waren durchweg positiv, aus Sicht der Bewohner*innen und auch externer Gutachter. Die Foto-Ausstellung „Otivero-Omitara: Dorf der Zukunft! Grundeinkommen in Namibia“, berichtet davon. Sie wurde von der Bonner Initiative Grundeinkommen erstellt und vom Ausschuss für Internationales und Wissenschaft der Stadt Bonn gefördert.

Seine Excellenz Andreas B. D. Guibeb, Botschafter von Namibia Geschäftsführer Christian van den Kerckhoff,
Seine Excellenz Andreas B. D. Guibeb, Botschafter von Namibia
Geschäftsführer des Migrapolis, Christian van den Kerckhoff,

„Ein Grundeinkommen ist ein große Chance für ein Land“, meint seine Excellenz, Andreas B.D. Guibeb, Botschafter von Namibia. Es ermöglicht armen Menschen am gesellschaftlichen Leben mitzuwirken,  und verringert auf diese Weise auch die Kriminalität. Davon profitieren letztendlich alle, sagt Guibeb. In Namibia wird auf politischer Ebene über die landesweite Einführung des Grundeinkommens diskutiert. Das letzte Wort ist allerdings noch nicht gesprochen.

Ulrich Buchholz und Charlotte Freund von der Bonner Initiative Grundeinkommen freuten sich sehr über den hohen Besuch. Sie überreichten dem Botschafter ein Buch über das Grundeinkommen, das kürzlich erst in der Schweiz herausgegeben wurde. Hier wird nämlich noch 2016 über das Grundeinkommen abgestimmt. Auch Renate Maria Hendricks, SPD-Landtagsabgeordnete und Harald Ganns, ehemaliger deutscher Botschafter in Namibia, waren extra angereist.

Ulrich Buchholz und Charlotte Freund, Bonner Initiative Grundeinkommen, Renate Maria Hendricks, SPD-Landtagsabgeordnete, seine Excellenz Andreas, B. D. Guibeb, Botschafter von Namibia, Harald Ganns, ehemaliger deutscher Botschafter in Namibia
Ulrich Buchholz und Charlotte Freund, Bonner Initiative Grundeinkommen, Renate Maria Hendricks, SPD-Landtagsabgeordnete, seine Excellenz Andreas, B. D. Guibeb, Botschafter von Namibia, Harald Ganns, ehemaliger deutscher Botschafter in Namibia

Die Ausstellung ist noch bis 06.05. im MIGRApolis, in der Brüdergasse 16-18 zu sehen (Mo, Di, Do, Fr 10-18 Uhr; Mi 10:00-14:30 Uhr).

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